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Neuer Sex-Trend "ohne Grenzen" in San Franciscos Robotaxis aufgedeckt

Symbolbild autonome Fahren der Firma Cruise USA, Kalifornien, San Francisco, August 2023: Ein Auto der Firma Cruise fährt ohne menschliche Hilfe Ohne Fahrer auf die Strassen von San Francisco. *** Sym ...
Robotaxis fahren in San Francisco Kund:innen durch die Stadt, ganz ohne Fahrer oder Fahrerin am Steuer, der in den Rückspiegel gucken kann. Bild: imago images / Achille Abboud
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Sex in San Franciscos selbstfahrenden Robotaxis: Hier wird "ohne Grenzen" gevögelt

18.08.2023, 07:37
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Wer nach San Francisco schaut, blickt wohl auch in die Zukunft. Denn seit Kurzem gibt es auf den Straßen der Metropole die sogenannten Robotaxis. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge der GM-Tochter Cruise, die Kund:innen von A nach B transportieren. Genau wie Taxis auch, allerdings ohne Fahrer oder Fahrerin.

Den leeren Platz hinter dem Steuer finden einige Kund:innen offenbar auch in Sachen Privatsphäre praktisch. Einem Bericht zufolge werden die Taxis nicht nur zur Fortbewegung, sondern auch für eine andere Art des Verkehrs genutzt. Offenbar erfreuen sich die selbstfahrenden Autos auch als rollende Stundenhotels großer Beliebtheit.

Bei selbstfahrenden Taxis bleibt der Platz hinter dem Steuer leer.
Bei selbstfahrenden Taxis bleibt der Platz hinter dem Steuer leer. Bild: IMAGO images / Achille Abboud

Wissenschaftler hatten Sex in selbstfahrenden Autos bereits vorausgesagt

Schon im Jahr 2018 prognostizierten Wissenschaftler:innen, dass fahrerlose Autos künftig für mehr Sex im Straßenverkehr sorgen könnten. Die ersten Erfahrungsberichte aus den USA stützen diese Erkenntnisse. Die "San Francisco Standard" berichtet von Gesprächen mit vier verschiedenen Robotaxi-Kund:innen, die zugaben, auf dem Rücksitz der autonomen Fahrzeuge Sex zu haben.

"Ich meine, es gibt niemanden, der dir sagt, dass du das nicht tun darfst", sagte ein Mann demnach gegenüber der Nachrichtenorganisation. Er berichtete von mindestens sechs verschiedenen sexuellen Handlungen, die er bereits in Robotaxis vollzogen habe: von spontanen Knutsch-Sessions bis hin zu Sex und Aktivitäten "ohne Grenzen", wie er es nennt. "Es macht auch Spaß zu wissen, dass dies der erste Ort ist, an dem man dies tun kann", sagte er außerdem. Schließlich seien das die ersten autonomen Fahrzeuge, die es im Land gebe.

Der Reiz am Verbotenen reizt Menschen an Sex in Robotaxis

Eine Frau, die von der Zeitung Megan genannt wird, begründete ihr Verhalten mit dem Kick durch den Sex im Auto. "War es am bequemsten? War es optimal? Wahrscheinlich nicht." Aber:

"Die Tatsache, dass wir in der Öffentlichkeit unterwegs waren, das ganze Tabu, dass es irgendwie falsch sein könnte, machte es lustiger und aufregender."

Ob das wilde Treiben im Taxi tatsächlich eine gute Idee ist, darf jedoch bezweifelt werden. Zumindest, wenn man nicht dabei beobachtet werden möchte. Und, falls die Behauptungen der Anbieter stimmen. Zwei der bekannteren Marken für die autonomen Taxis, Cruise und Waymo, behaupten, über umfangreiche Sicherheitskamerafunktionen zu verfügen." Wir zeichnen Videos im Inneren des Fahrzeugs auf, um die Sicherheit und den Support zu erhöhen", heißt es auf der Website von Cruise. Und weiter:

"Wenn während der Fahrt etwas passiert ist, können wir uns die Aufnahme ansehen, um besser zu verstehen, was passiert ist. Wir zeichnen nur Audio während aktiver Supportanrufe auf."

Wirklich privat ist Sex in den modernen Taxis in San Francisco nicht

Ein Sprecher von Waymo sagte dem Standard, dass sein Team die Aufnahmen überprüfen könnte, wenn es Bedenken hinsichtlich Sauberkeit, Sicherheit, Unfällen oder fehlenden Gegenständen gibt. Diese Überwachungstaktik stößt jedoch auf Widerstand. Vor allem bei jenen, die sich Sorgen darüber machen, wie die privaten Unternehmen die Aufnahmen früherer Fahrten verwenden können, so das Blatt.

In San Francisco hat die Polizei bereits um Aufnahmen von Waymo und Cruise gebeten, um bei der Aufklärung von Verbrechen zu helfen, wie "Bloomberg" berichtet.

Hersteller verbietet Sex in Auto nicht explizit

Sex in automatisierten Fahrzeugen ist aber ohnehin nicht direkt verboten, sofern andere Menschen dadurch nicht gestört werden. Auch Cruise bittet die Mitfahrenden, in den automatisierten Fahrzeugen nichts zu tun, was "anderen möglicherweise Unbehagen bereiten könnte". Dazu gehören Aktivitäten, die als "bedrohlich, konfrontativ, diskriminierend, belästigend, respektlos, beleidigend oder unangemessen gegenüber anderen" eingestuft werden könnten, wie es in den Nutzungsbedingungen heißt. Ob dies auch Sex betrifft, ist demnach wohl Interpretationssache.

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Allerdings: Was auch immer im Inneren eines Robotaxis passiert, ist in der Regel von außen für Umstehende und andere Autofahrer sichtbar. So schreibt es zumindest die "San Francisco Standard" über das "fischglasartige" Design des autonomen Fahrzeugs.

Erst vergangene Woche stimmte die kalifornische Kommission für öffentliche Versorgungsbetriebe dafür, die Dienste von Cruise und Waymo für einen Rund-um-die-Uhr-Service, also auch tagsüber, zuzulassen. Damit ist San Francisco die erste Großstadt in den USA mit zwei Flotten fahrerloser Fahrzeuge, die um Fahrgäste konkurrieren.

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