Donald Trump und drei seiner Kinder wurden wegen Finanzbetrügereien von der New Yorker Staatsanwaltschaft verklagt.
Donald Trump und drei seiner Kinder wurden wegen Finanzbetrügereien von der New Yorker Staatsanwaltschaft verklagt. Bild: IMAGO / Pacific Press Agency
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Staatsanwaltschaft verklagt Trump und Familie wegen Betrugs ++ Bund übernimmt Uniper

Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.
21.09.2022, 18:0621.09.2022, 19:32

Staatsanwaltschaft verklagt Trump und Familie wegen Betrugs

Die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaats New Yorks hat den früheren Präsidenten Donald Trump und seine Familie wegen des Vorwurfs von Finanzbetrügereien zivilrechtlich verklagt. Wie Generalstaatsanwältin Letitia James am Mittwoch mitteilte, strebt sie Geldstrafen in Höhe von insgesamt 250 Millionen Dollar an. Außerdem solle Trump und seiner Familie für immer verboten werden, Geschäfte im Bundesstaat New York zu machen.

Neuer und Goretzka an Corona erkrankt

Das Coronavirus ist zurück im DFB-Team: Die Bayern-Spieler Manuel Neuer und Leon Goretzka müssen nach positiven Tests aus dem DFB-Quartier abreisen. Bundestrainer Hansi Flick muss für die Nations-League-Spiele gegen Ungarn und England umplanen und den angestrebten Gruppensieg ohne die beiden Leistungsträger in Angriff nehmen. Er hat bereits Torwart Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim nachnominiert.

Die Kontaktpersonen des Bayern-Duos würden weiterhin "täglich getestet", teilte der DFB mit. Das Zittern geht also weiter.

Die Nationalmannschaft bereitet sich aktuell in Frankfurt auf die Nations-League-Spiele gegen Ungarn und England vor.
Die Nationalmannschaft bereitet sich aktuell in Frankfurt auf die Nations-League-Spiele gegen Ungarn und England vor.Bild: dpa / Sebastian Gollnow

Bund steigt zu rund 99 Prozent bei Uniper ein

Der wegen ausbleibender russischer Gaslieferungen schwer angeschlagene Düsseldorfer Energie-Konzern Uniper wird verstaatlicht. Die Bundesregierung übernehme im Rahmen eines weiteren Stabilisierungspakets "insgesamt 99 Prozent an Uniper", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch. Die Kapitalerhöhung umfasst demnach acht Milliarden Euro, hinzu kommen knapp eine halbe Milliarde für die bisherigen Anteile des finnischen Mutterkonzerns Fortum.

Der wegen ausbleibender russischer Gaslieferungen schwer angeschlagene Düsseldorfer Energie-Konzern Uniper wird verstaatlicht.
Der wegen ausbleibender russischer Gaslieferungen schwer angeschlagene Düsseldorfer Energie-Konzern Uniper wird verstaatlicht.Bild: Federico Gambarini/dpa

Bund hält an Gasumlage fest

Trotz der Verstaatlichung des Energiekonzerns Uniper hält das Wirtschaftsministerium vorerst an der umstrittenen Gasumlage zur Entlastung des Energiesektors fest. Die Gasumlage werde "kommen", sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwochmorgen in Berliner ließ aber erkennen, dass bei rechtlichen Problemen "sofort eine Alternative" folgen müsse. Der Staat übernimmt im Rahmen eines weiteren Stabilisierungspakets für das angeschlagene Unternehmen 99 Prozent von Uniper.

Die Gasumlage wird ab Oktober erhoben. Damit sollen Importeure, die wegen ausgefallener russischer Lieferungen anderswo teuer einkaufen müssen, diese Mehrkosten weiterreichen können: an die Versorger und schließlich Haushalte und Betriebe.

Putin befiehlt Mobilmachung der Reserve

Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine "Teilmobilmachung" der Russen im wehrfähigen Alter angekündigt. Er unterstütze den Vorschlag des Verteidigungsministeriums, Reservisten, die bereits gedient hätten und über "einschlägige Erfahrungen verfügen, zu mobilisieren", sagte Putin in einer aufgezeichneten Fernsehansprache am Mittwoch. Ein entsprechender Erlass sei bereits unterzeichnet worden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sollen 300.000 Reservisten mobilisiert werden.

Was Putins Schritt bedeuten könnte, liest du hier.

Mehr zu den neuesten Entwicklungen im Krieg in der Ukraine erfährst du hier.

Wladimir Putin will 300.000 weitere Soldaten in seinen Krieg in der Ukraine schicken.
Wladimir Putin will 300.000 weitere Soldaten in seinen Krieg in der Ukraine schicken.Bild: Russian Presidential Press Service

Bundesweite Hausdurchsuchungen wegen Ermittlungen gegen Russen

Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen Russen wegen Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz sind am Mittwoch bundesweit 24 Häuser und Wohnungen durchsucht worden. Nach Informationen mehrerer Medien soll es sich unter anderem um eine Villa in Rottach-Egern am Tegernsee handeln, die dem Oligarchen Alischer Usmanow gehören soll. Die Staatsanwaltschaft München II wollte seine Identität allerdings nicht bestätigen. Berichtet hatten unter anderem der "Spiegel", der Bayerische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk.

Nach Angaben der Ermittler steht der Russe im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Trotz Verbotes soll er mit eingefrorenen Geldern Sicherheitspersonal bezahlt haben, das seine Immobilien in Oberbayern bewachen sollte. In diesem Zusammenhang werde gegen vier weitere Beschuldigte ermittelt. Am Mittwoch wurden außer in Bayern auch Objekte in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hamburg durchsucht.

Olaf Scholz warnt vor Verschärfung der Ernährungskrise

Bei einem Gipfel zur globalen Ernährungssicherheit in New York hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor einer Verschlimmerung der Ernährungskrise gewarnt. Es müsse jetzt gehandelt werden, "um Leben zu retten", forderte Scholz am Dienstag am Rande der UN-Vollversammlung. "Wir müssen mit großer Dringlichkeit handeln, um den Anstieg der Ernährungsunsicherheit aufzuhalten."

Nahrungsmittelknappheit gilt als eine wichtige Ursache für Konflikte und Instabilität. Mit Verweis auf den russischen Überfall in der Ukraine sagte Scholz: "Der russische Aggressionskrieg hat eine multidimensionale globale Krise verursacht und verschlimmert." Davon seien insbesondere die Länder des globalen Südens betroffen. "Das nächste Jahr könnte angesichts des Anstiegs der Preise für Energie und Dünger noch schlimmer werden", warnte der Bundeskanzler.

Kanzler Scholz hat vor einer Verschlimmerung der Ernährungskrise gewarnt.
Kanzler Scholz hat vor einer Verschlimmerung der Ernährungskrise gewarnt.Bild: Michael Kappeler/dpa

Laut einem im Juli von UN-Organisationen veröffentlichten gemeinsamen Bericht waren im vergangenen Jahr zwischen 702 und 828 Millionen Menschen weltweit von Hunger betroffen, das entspricht 9,8 Prozent der Weltbevölkerung. Das sind rund 46 Millionen Menschen mehr als 2020 und 150 Millionen Menschen mehr als 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona Pandemie. Die Zahlen zeigen die heftigen Auswirkungen der Pandemie auf die weltweite Lebensmittelwirtschaft.

Experte sieht "ganz neue Qualität" bei Vogelgrippe

Die Ausbreitung der Vogelgrippe hat nach Aussage eines Experten in diesem Jahr "eine ganz neue Qualität". Timm Harder, Leiter des Nationalen Referenzlabors für Aviäre Influenza am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bei Greifswald, sprach von einem massiven Infektionsgeschehen nicht nur im deutschen Bereich der Nord- und Ostsee, sondern auch auf den Britischen Inseln und in Skandinavien bis nach Island. "Gesamt Nordamerika ist von diesem Virus ebenfalls überschwemmt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Man könne von einer echten Pandemie bei Wildvögeln sprechen.

Ein toter Vogel liegt am Deich der zu Hamburg gehörenden Insel Neuwerk.
Ein toter Vogel liegt am Deich der zu Hamburg gehörenden Insel Neuwerk.Bild: dpa / Sina Schuldt

Der Tiermediziner geht allein für die Nordsee davon aus, dass Zehntausende Vögel dem Virus H5N1 zum Opfer gefallen seien. Eine große Sommerwelle habe besonders Seevögel betroffen, die in Kolonien brüten. In Deutschland seien während des Sommers vor allem Schleswig-Holstein und Niedersachsen betroffen gewesen. In Mecklenburg-Vorpommern habe es dagegen zuletzt weniger Nachweise gegeben als noch im Frühjahr. Als Maßnahme bleibe nur, infizierte Kadaver möglichst schnell einzusammeln. "Das Virus kann auf diese Art und Weise sicherlich nicht mehr eingedämmt werden", sagte Harder.

(mit Material von dpa/afp/reuters)

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Justizchef will hart gegen Proteste im Iran durchgreifen ++ Bund will russischen Deserteuren Schutz bieten
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Im Iran gehen in Dutzenden Städten Menschen auf die Straßen, um gegen den Tod der 22 Jahre alten Mahsa Amini zu demonstrieren. Die Unruhen erreichen nun ein neues Ausmaß. Irans Justizchef hat ein hartes Durchgreifen der Sicherheitskräfte bei den landesweiten Protesten angeordnet. Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi habe die Justiz und Polizei in allen Landesteilen angewiesen, keine Kompromisse im Umgang mit "professionellen Krawallmachern" und Anführern der Unruhen einzugehen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Donnerstagabend.

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