Eine von Dutzenden Paraden: BVB-Torwart Roman Bürki verhindert ein Tor von Slavia Prag.
Eine von Dutzenden Paraden: BVB-Torwart Roman Bürki verhindert ein Tor von Slavia Prag.bild: imago images/Kirchner-Media

"Mehr Paraden als die USA am 4. Juli" – BVB-Fans feiern Bürki nach Achtelfinal-Einzug

11.12.2019, 14:05

Was für ein Abend in Dortmund. Mit Ach und Krach hat sich Borussia Dortmund gegen Slavia Prag in die K.o.-Phase der Champions League gezittert. Ein 2:1-Sieg gegen die Tschechen reichte für Platz zwei in Gruppe F, weil Inter Mailand zeitgleich 1:2 gegen eine B-Elf des FC Barcelona verlor.

Der BVB ging bereits früh in Führung, in der neunten Minute legte Kapitän Marco Reus das 1:0 durch Jadon Sancho auf. Danach folgte ein Chancen-Wucher sondergleichen. Dortmund fuhr Konter um Konter, Angriff um Angriff, doch der Ball wollte nicht ins Tor.

Und dann trat eine alte Fußballerweisheit ein: Wer die Dinger vorne nicht macht, bekommt sie hinten rein. In der 43. Minute glich Soucek für Prag zum 1:1 aus. Doch zu diesem Zeitpunkt hätten die Tschechen auch gut und gerne schon vier Tore geschossen haben können.

Nach 34 Minuten schon vier Glanztaten

Zehn Minuten vor dem Ausgleichstreffer hatte BVB-Torwart Roman Bürki nämlich schon zum vierten Mal glänzend pariert. Der Schweizer war der Mann des Abends. Er schaufelte, blockte, hielt mit dem Fuß, dem Bein, den Fingerspitzen. Bürkis tolle Reflexe, selbst bei abgefälschten Schüssen, hielten den BVB im Spiel.

In der zweiten Halbzeit – Dortmund führte mittlerweile mit 2:1 durch ein Tor von Julian Brandt (61. Minute) – legte Bürki noch einige wichtige Paraden nach. Er rettete in der Folge den Sieg für Borussia Dortmund, das sogar die letzte Viertelstunde des Spiels in Unterzahl agieren musste. Julian Weigl hatte in der 77. Minute die gelb-rote Karte gesehen.

"Reden wir nicht drum rum, Roman hat heute fünf, sechs, sieben Weltklasse-Paraden gezeigt", lobte Dortmunds Abwehrchef Mats Hummels nach dem Abpfiff seinen Torwart bei DAZN. Lucien Favre meinte: "Er war fantastisch. Unglaublich."

Auch die Fans auf den Sofas daheim feierten in den sozialen Medien ihren Helden mit den Handschuhen, übertrafen sich dabei mit Superlativen:

Manche BVB-Fans überlegen nun schon, ob sie ihr Kind nach ihm benennen:

Die Südtribüne feierte den Torwart nach dem Abpfiff ebenfalls. Roman Bürki selbst sagte ganz bescheiden über seine Leistung: "Wir sind ein Team. Klar, dass mal Arbeit auf mich zukommt. Dafür bin ich da. Heute habe ich es vielleicht ganz gut gemacht."

(as)

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