Gladbachs Breel Embolo, verfolgt von AS Roms Verteidiger Chris Smalling, der in der Nachspielzeit bei einer Elfmeter-Entscheidung im Fokus stand.
Gladbachs Breel Embolo, verfolgt von AS Roms Verteidiger Chris Smalling, der in der Nachspielzeit bei einer Elfmeter-Entscheidung im Fokus stand.Bild: imago images/LaPresse/fabio rossi

Gladbach-Spiel zeigt, welche Skandal-Entscheide es ohne den Videoschiri geben kann

25.10.2019, 13:56

So erfolgreich die Borussia aus Mönchengladbach in der Bundesliga spielt, in der Europa League kommt sie nicht so richtig vom Fleck. Nach dem 1:1 auswärts gegen die AS Rom sind die Fohlen auf den letzten Tabellenplatz in ihrer Vorrundengruppe abgerutscht.

Dass Gladbach aber überhaupt einen Punkt holte, hat das Team dem Schiedsrichter zu verdanken. Willie Collum entschied in der letzten Minute der Nachspielzeit unerklärlicherweise auf Elfmeter. Er wollte ein Handspiel gesehen haben, dabei traf der Ball Roma-Verteidiger Chris Smalling mitten im Gesicht.

Im Gegensatz zur Champions League gibt es in der Europa League allerdings keinen Video Assistant Referee (VAR), welcher bei einer vermeintlichen Fehlentscheidung des Schiedsrichters hätte eingreifen können.

Umstrittener Ausgleich in der Nachspielzeit

Lars Stindl machte dann in der fünften Minute der Nachspielzeit tatsächlich noch den Ausgleich. Der Torschütze meinte dann nach dem Spiel: "Das haben wir uns hart erarbeitet. Wir haben nie aufgesteckt, viel investiert und dann verdient den Punkt mitgenommen."

Etwas ehrlicher war Gladbach-Trainer Marco Rose. Er räumte ein: "Wenn man das so sieht, würde ich eher sagen Kopf statt Hand. In dem Fall wäre es wahrscheinlich eher kein Elfmeter gewesen." Und Torwart Yann Sommer fand: "Am Wochenende lief es gegen uns, heute für uns. Das ist mir gerade egal."

Später Jubel im Römer Regen: Torschütze Stindl lässt sich feiern.
Später Jubel im Römer Regen: Torschütze Stindl lässt sich feiern.Bild: imago images/Insidefoto/antonietta/baldassare

Ganz anders sahen das natürlich die Römer. Trainer Paulo Fonseca sagte: "Der Schiedsrichter hat das Spiel in der letzten Minute entschieden. Das war klar, das hat jeder gesehen. Es ist schwierig, das zu akzeptieren."

Und auch Stürmer Edin Dzeko machte nach dem Schlusspfiff seinem Unmut Luft: "Das ist ein schwerer Fehler, der auf diesem Niveau nicht passieren darf." Die Entscheidung habe das Resultat, das Spiel, womöglich gar den Verlauf der Gruppe verändert. Tatsächlich haben die Italiener nun statt einem beruhigenden Drei-Punkte-Polster nur einen Zähler Vorsprung auf den dritten Platz.

(as/abu/watson.ch)

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