Lucas Hernandez ist in der Abwehr vom FC Bayern inzwischen gesetzt.
Lucas Hernandez ist in der Abwehr vom FC Bayern inzwischen gesetzt.Bild: ap / Martin Meissner

"Schlimmste Zeit meiner Karriere": Bayern-Star spricht über Bankdrücker-Dasein

07.12.2021, 07:4407.12.2021, 11:48

Als Lucas Hernandez im Sommer 2019 zu Bayern München wechselte, befand er sich auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere. Der damals 23-Jährige war ein Jahr zuvor mit Frankreich Weltmeister geworden und überzeugte auch bei seinem Verein Atletico Madrid. Ganze 80 Millionen Euro ließen sich die Bayern die Dienste von Hernandez darum kosten – bis heute ist er damit der teuerste Transfer der Bundesliga-Geschichte.

Doch sein Start in Deutschland verlief holprig. Die ersten zwei Jahre pendelte Hernandez zwischen Bank und Startelf. Einen festen Platz in der Anfangsformation konnte er sich in dieser Zeit nie wirklich erarbeiten. Das hat sich seit dieser Saison geändert. Der Abwehrspieler ist in seinem dritten Jahr bei den Bayern gesetzt und hat jetzt wieder richtig Spaß an seinem Job. Über den langen Weg dorthin hat er mit dem "kicker" gesprochen – und dabei offenbart, wie schlecht es ihm teilweise ging.

Schwere Zeit, doch dann kam das Glück und die Freude am Fußball zurück

"Es waren keine einfachen Jahre. Die ersten eineinhalb Spielzeiten war ich verletzt, das war definitiv die schlimmste Zeit meiner Karriere, sehr kompliziert", sagte Hernandez. Doch dann sei das Glück und vor allem der Spaß am Fußball in sein Leben zurückgekehrt.

Die hohe Ablösesumme, die die Münchener 2019 für ihn zahlten, habe ihn aber nicht belastet. Dass die Bayern so viel Geld in die Hand genommen haben, könne er ja nicht beeinflussen. Es zeige viel eher, dass "der Verein von mir überzeugt ist." Seine Aufgabe sei einfach dabei mitzuhelfen, dass der Verein so viele Titel wie möglich holt.

Hernandez hat ein Haken hinter das Gerichtsverfahren gegen ihn gemacht

Auch abseits des Platzes machte Hernandez jüngst Schlagzeilen. Es lief ein juristisches Verfahren gegen den Fußballer, weil er sich seiner damaligen Ex-Freundin und heutigen Frau, der Mutter seines Kindes, entgegen einer Anordnung, mindestens 500 Meter Abstand einzuhalten, genähert hatte. Auch darüber hat er jetzt erstmals gesprochen.

Bei dem Vorfall habe es sich um ein Ereignis aus dem Jahr 2017 gehandelt, so Hernandez. Als das Thema im Sommer dieses Jahres aufkam, hätten ihm seine Anwälte versichert, dass er sich keine Sorgen machen müsse. Und tatsächlich hob ein Madrider Landgericht die Vollstreckung der verhängten sechsmonatigen Haftstrafe Ende Oktober auf und gab der Berufung des Franzosen statt.

Der hat inzwischen einen Haken hinter die Sache gemacht. "Das ist Vergangenheit. Die Gegenwart ist, dass meine Frau schwanger ist, dass ich sie liebe und dass sie mich liebt."

(nik)

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