Der Kader des FC Bayern wird sich im Sommer stark verändern.
Der Kader des FC Bayern wird sich im Sommer stark verändern.
Bild: Pressefoto M.i.S./Pool / imago images

Diese Spieler könnten den FC Bayern im Sommer verlassen

23.04.2021, 18:3123.04.2021, 21:52

Trainer Hansi Flick wird den FC Bayern im Sommer verlassen. Auch die Abgänge von David Alaba, der höchstwahrscheinlich zu Real Madrid wechseln wird, und von Jérôme Boateng stehen bereits fest.

Doch das werden nicht die einzigen Spieler bleiben, die den Rekordmeister im Sommer verlassen. Die Verträge weiterer Top-Stars laufen in diesem Sommer aus, zudem haben Spieler wie Leon Goretzka nur noch ein bis 30. Juni 2022 gültiges Arbeitspapier. Wollen die Münchner noch eine Ablösesumme kassieren, müssten sie den 26-Jährigen in diesem Sommer verkaufen.

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Leon Goretzka

Zunächst die positive Nachricht: Der Vertrag des Mittelfeldstars läuft noch bis zum 30. Juni 2022. Der 26-Jährige machte im März im Podcast des FC Bayern deutlich: "Wir möchten eine Ära prägen."

Nach Anlaufschwierigkeiten unter Ex-Trainer Niko Kovac entwickelte sich Goretzka in den vergangenen eineinhalb Jahren zu einem absoluten Leistungsträger im Mittelfeld der Münchner. Mit seiner Torgefahr (fünf Treffer, sieben Vorlagen) sorgt er immer wieder für bedrohliche Impulse aus dem Mittelfeld.

Mit einer starken Europameisterschaft im Sommer könnte sich Goretzka endgültig auf die Zettel der europäischen Top-Klubs spielen. Bei einer entsprechenden Ablösesumme könnte der FC Bayern in Zeiten der fehlenden Corona-Einnahmen schwach werden. Immerhin liegt der Marktwert des gebürtigen Bochumers bei 70 Millionen Euro. Zumal Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bereits erklärte: "Wir werden nicht alles mitmachen können." Und unvermeidliche Korrekturen beim Gehalt ankündigte.

Leon Goretzka hat sich im Bayern-Mittelfeld unverzichbar gemacht.
Leon Goretzka hat sich im Bayern-Mittelfeld unverzichbar gemacht.
Bild: Pressefoto Ulmer/Pool / imago images

Dass Goretzka aber auf einen Abschied drängt, ist ziemlich unwahrscheinlich. Vielmehr will er mit seinen Freunden Joshua Kimmich, Niklas Süle, Serge Gnabry und Leroy Sané beim FC Bayern noch große Erfolge feiern. "Natürlich sind wir hier noch lange nicht am Ende. Wir haben eine außergewöhnliche Generation mit dem 95er-Jahrgang beisammen", sagte er im Podcast des FC Bayern.

Eine Verlängerung über den Sommer hinaus sollte daher kein Problem werden. Goretzka dürfte den FC Bayern so schnell nicht verlassen.

Javi Martínez

Als der FC Bayern 2013 unter Jupp Heynckes zum ersten Mal das Triple gewann, galt der defensive Mittelfeldspieler als einer der Schlüsselfiguren. Inzwischen hat Martínez, der seit 2012 in München ist, 21 Titel mit dem FC Bayern gewonnen. Der Spanier überzeugt auch heute noch mit einer enormen Zweikampf- und Kopfballstärke.

Javi Martínez wird den FC Bayern am Saisonende verlassen.
Javi Martínez wird den FC Bayern am Saisonende verlassen.
Bildagentur kolbert-press / imago images

Doch in den vergangenen Jahren häuften sich die Verletzungen des 32-Jährigen. Selten war Martínez über einen längeren Zeitraum fit. Eigentlich rechnete man bereits im vergangenen Oktober mit einer Rückkehr zu seinem Heimatklub Atletic Bilbao oder mit einem Wechsel in die USA. Doch ein Transfer scheiterte. Martínez wurde stattdessen im europäischen Super-Cup-Finale eingewechselt und erzielte in der Verlängerung den Siegtreffer.

Anschließend setzte Trainer Flick aber nur selten auf ihn. Dennoch sorgt Martínez für keine schlechte Stimmung, sondern feuert seine Kollegen immer wieder lautstark von der Bank an.

Nun läuft der Vertrag des spanischen Welt- und Europameisters im Sommer aus. Die Verantwortlichen suchten bisher auch noch nicht das Gespräch mit Martínez. Bereits Anfang Januar 2020 sagte er: "Ich würde aber gerne noch etwas Neues probieren, bevor ich meine Karriere beende." Allen Beteiligten ist klar, dass er den Verein nun im Sommer verlassen wird.

Niklas Süle

Die Entwicklung des Abwehrspielers wird beim Rekordmeister sehr unterschiedlich gesehen. Vorstandsboss Rummenigge sagte Anfang März im ZDF-Sportstudio, dass der FC Bayern grundsätzlich interessiert sei, den DFB-Spieler langfristig zu binden.

"Aber das wird nur zu gewissen Konditionen möglich sein", machte Rummenigge auch klar. "Wir werden uns das bis zum Sommer seriös und in Ruhe anschauen." Denn den Bayern-Bossen ist das nicht immer ganz professionelle Verhalten, was die Ernährung und Arbeitseinstellung des 26-Jährigen betrifft, ein Dorn im Auge. Zudem machte ihn der Vorstandsboss für die Gegentore in bei der Niederlage in Frankfurt Mitte März verantwortlich.

Ähnlich wie bei Kumpel Goretzka läuft Süles Vertrag noch bis Juni 2022. Will der Rekordmeister also noch Ablöse kassieren, müssen sie Süle in diesem Sommer verkaufen. Mit Thomas Tuchel und dem FC Chelsea soll es dafür einen ernsthaften und zahlungskräftigen Interessenten geben. Laut dem Portal "The Athletic" soll Süle der absolute Wunschspieler des deutschen Coaches sein. Im Gespräch ist eine Ablösesumme von 35 Millionen Euro.

Fraglich ist nur, ob die Bayern nach Jérôme Boateng und David Alaba noch einen weiteren Innenverteidiger abgeben wollen.

Eric Maxim Choupo-Moting

Vor der Saison war klar, dass Choupo-Moting in dieser Saison nicht allzu viele Spiele machen wird. Ist Robert Lewandowski fit, ist er die absolute Nummer 1 im Sturm. Der 32-jährige Choupo-Moting soll zur Stelle sein, wenn es gegen die vermeintlich kleineren Gegner geht, um dem Polen eine Verschnaufpause zu geben.

Der Kameruner füllt seine Rolle ohne zu meckern aus und wurde den Anforderungen an ihn in den vergangenen Wochen gerecht. Klar, Choupo-Moting ist kein Lewandowski und hat einen anderen Stil, aber in den vergangenen Spielen traf er so verlässlich wie der Weltfußballer. Vier Tore in vier Partien zeigen, dass er seine Rolle als Back-Up voll verinnerlicht hat. In insgesamt 30 Pflichtspielen traf er bisher neunmal.

Eric-Maxim Choupo-Moting füllt seine Roller bisher voll aus.
Eric-Maxim Choupo-Moting füllt seine Roller bisher voll aus.
Bild: Pressefoto Ulmer/Pool / imago images

Der FC Bayern ist mehr als zufrieden mit dem Angreifer, der auch eine wichtige Person in der Kabine ist. Er sorgt stets für gute Laune und ist dank seiner Sprachkenntnisse (Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch) ein wichtiger Ansprechpartner für die Neuzugänge.

Laut der "SportBild" fehlen nur noch Kleinigkeiten und dann soll sein Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert werden.

(lgr)

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