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Der Berliner Daniel Siebert ist seit 2015 FIFA-Schiedsrichter – den Supercup pfiff er erstmals am Samstagabend. Bild: www.imago-images.de

BVB gegen FC Bayern: Schiri schubst Bayern-Star

Im DFL-Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München kam es am Samstagabend in der 36. Minute zu Aufregung auf dem Platz: Bayern-Star Leon Goretzka hatte BVB-Torwart Marwin Hitz bei einem Luftduell mit der Schulter erwischt.

Mehrere Dortmunder Spieler stürmten daraufhin in Richtung Goretzkas, es drohte eine Rudelbildung. Doch Schiedsrichter Daniel Siebert griff bestimmt, wenn auch unorthodox ein.

Der Berliner Spielleiter schubste den am Pfosten stehenden Goretzka in die Tormaschen und hielt ihn so von den nahenden Dortmundern fern. Trotz Gegenwehr des Bayern-Profis drückte Siebert Goretzka immer weiter ins Torinnere.

Hier ist die Situation:

Nachdem er merkte, dass Schiri Siebert ihn nur zu schützen versuchte, ließ auch Goretzka ab und tätschelte den Unparteiischen zum Dank.

Zwar ging von Daniel Siebert keine Aggression aus, vielmehr entschärfte er die Situation, dennoch bleibt die Frage: Darf ein Schiedsrichter einen Spieler überhaupt so körperlich angehen?

Die FIFA-Regeln äußern sich zu dieser Möglichkeit nicht. Schließlich gilt der Schiedsrichter als die Person, der die Regeln auslegt – und nicht als der, auf die sie angewendet werden. Fest steht: Greift ein Spieler den Schiedsrichter an – und was als Angriff gilt, liegt im Ermessensspielraum des jeweiligen Schiris – gilt dies als unsportliches Verhalten und wird üblicherweise mit einem Platzverweis geahndet.

(ds)

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