Alfons Schuhbeck erklärte erst kürzlich, wie es um seine Betriebe steht.
Alfons Schuhbeck erklärte erst kürzlich, wie es um seine Betriebe steht.Bild: imago images/ Sven Simon

Nach überraschender Insolvenzanmeldung: Das kommt jetzt auf den Starkoch zu

05.08.2021, 10:00

Alfons Schuhbeck zählt zu den bekanntesten Köchen Deutschlands. Der 72-Jährige hat sich im Laufe der Jahre breit aufgestellt und betreibt nicht nur Restaurants wie das Platzl in München, sondern auch eine Kochschule, einen eigenen Partyservice oder auch Gewürzläden. Vor wenigen Wochen wurde überraschend bekannt, dass er für seine Betriebe Insolvenz anmelden muss. In einer Mitteilung bezeichnete er sich selbst als "das nächste Corona-Opfer".

Die Insolvenz sei ein wirklich schwerer Schritt, aber ihm würde nichts anderes übrig bleiben, sagte er im Juli. Bis zuletzt habe der Koch auf die staatlichen Finanzhilfen gehofft und private Gelder in sein Unternehmen gesteckt. "Doch jetzt ist Schluss", gab er an. Zu diesem Zeitpunkt wünschte er sich noch, sein Beratungsgeschäft und seinen Gewürzhandel aufrechterhalten zu können. Jetzt wurde jedoch klar, dass daraus nichts wird.

Wie es um die Läden von Alfons Schuhbeck steht

Die Deutsche Presse-Agentur berichtete nun, dass Schuhbeck inzwischen auch einen Insolvenzantrag für seinen Gewürzhandel gestellt habe. Wie es in der Mitteilung des Insolvenzverwalters hieß, laufe der Betrieb überall derzeit noch "nahtlos weiter". Bis einschließlich September sei der Lohn für die Beschäftigten noch sicher. Dieser werde aus dem Insolvenzgeld gezahlt.

Die Kanzlei des Insolvenzverwalters teilte mit, dass nun erste Unterhaltungen mit möglichen Investoren aufgenommen worden seien: "Gespräche über mögliche Sanierungslösungen für die betroffenen Unternehmen laufen bereits." Und weiter: "Zum aktuell noch frühen Zeitpunkt sind noch keine konkreten Ergebnisse zu den diesbezüglichen Bemühungen absehbar."

Als der Starkoch im vergangenen Monat Insolvenz anmeldete, machte er die ausgebliebenen staatlichen Coronahilfen dafür verantwortlich. Laut der Agentur habe sich das bayerische Wirtschaftsministerium nicht konkret zu dem Schuhbeck-Fall geäußert, aber betont, dass alle Berechtigten auch finanzielle Hilfe bekommen haben.

Gegen den Unternehmer laufen übrigens auch seit Längerem Steuerermittlungen. Auch das Bundesamt für Justiz soll gegen den Münchner Koch vorgehen, weil er seit 2017 keine Geschäftsberichte mehr veröffentlicht haben soll. Die Behörde habe demnach Ordnungsgeldverfahren eingeleitet.

(iger)

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