Gloria-Sophie Burkandt arbeitet international als Model.
Gloria-Sophie Burkandt arbeitet international als Model.Bild: dpa / Fabian Sommer

Söder-Tochter: Gloria-Sophie Burkandt will lieber im Ausland arbeiten – "da kennen die Leute meinen Vater nicht"

22.06.2022, 10:56

Gerade hat sie ihren Parteiaustritt hinter sich, aus der Partei, für die ihr Vater ein bekanntes Gesicht ist. Die Rede ist von Gloria-Sophie Burkandt, Tochter von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Sie stand am Dienstagmorgen "Sat.1-Frühstücksfernsehen"-Moderatorin Marlene Lufen Rede und Antwort.

Sie erzählt nicht nur von Mobbing-Erfahrungen in der Schule, sondern auch, wie es ist, die Tochter von einem der bekanntesten deutschen Politiker zu sein – und welchen Einfluss das auf ihre eigene Karriere hat.

Gloria-Sophie Burkandt ist 23 Jahre alt, schreibt eine Doktorarbeit und arbeitet als internationales Model. Doch ihr Lebensweg bis dahin war nicht immer einfach, wie man bei ihrem Talk im "Sat.1-Frühstücksfernsehen" erfährt.

Gloria-Sophie Burkandt musste Mobbing-Erfahrungen machen

Denn in der Schule sei sie von den anderen Kindern fertig gemacht worden, erzählte sie. Es fange schon damit an, wenn man sehr groß sei (sie ist 1,85 Meter) und ADHS habe, erzählt sie. "Dann fällt man sowieso immer ein bisschen auf und ich wollte mit jedem befreundet sein und es jedem Recht machen."

Mit ihr hingegen wollte niemand befreundet sein. Sogar körperliche Gewalt habe sie erfahren, wurde getreten und geschlagen. Als "Mittel zum Zweck" habe sie sich deswegen irgendwann Schienbeinschoner gekauft.

Doch die 23-Jährige möchte dafür kein Mitleid, sagt sie:

"Irgendwie hat es schon dazu beigetragen, dass ich so eine gewisse Motivation hab' und auch so einen gewissen Blick übers Leben."

Es sei aber auch extrem traurig. Wenn sie darüber nachdenke, kämen ihr auch manchmal die Tränen. Dann frage sie sich, warum sie so einen leidvollen Weg durchmachen musste, um die innerliche Stärke zu bekommen, die sie heute habe.

Auch von den Lehrern konnte sie keine Hilfe erwarten. "Ich wurde in der Schule überhaupt nicht gefördert", lautete ihr Vorwurf. Zum Glück hätte sie ihre Eltern gehabt. Ihr Vater hätte sie mit Nachhilfe unterstützt. "Wenn ich das nicht gehabt hätte, diese Chance, niemals hätte ich studiert und würde dann jetzt bald meine Doktorarbeit anfangen."

Zu ihrem Vater Markus Söder hat sie ein sehr gutes Verhältnis

Nicht nur in der Schule konnte sich die Doktorandin immer auf ihren berühmten Vater verlassen. Obwohl sie nicht mit beiden Elternteilen zusammen aufgewachsen ist, sei das Verhältnis zu ihm immer super gewesen.

Sie schwärmte: "Mein Vater und ich sind ein Herz und eine Seele." Sie würden sich nicht nur super verstehen, sondern seien charakterlich auch sehr gleich. "Wir lieben uns", erzählte Burkandt. Auch wenn sie natürlich mal über Themen diskutieren würden. Außerdem fügte sie hinzu:

"Aber er unterstützt mich in allem, er hat mir nie vorgeschrieben, was ich machen muss oder was ich machen soll."

Er habe auch immer ihren Freund mit in die Urlaube eingeladen und mit einbezogen. Welcher Vater würde das machen?, schwärmte sie weiter. "Er ist ein unheimlich toller Vater."

Doch so toll ihr Vater auch ist, dass sie die Tochter vom bayerischen Ministerpräsidenten ist, hat wohl auch berufliche Nachteile. Sie glaubt, dass viele meinen, mit ihr vielleicht ein politisches Statement zu setzen. Deswegen möchte sie als Model auch eher im Ausland arbeiten und macht das auch schon. Das sei neutraler und viel entspannter: "Da kennen die Leute meinen Vater nicht."

(and)

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