Capital Bra ist stolz auf seine beiden neuen Pizza-Sorten Thunfisch und Sucuk.
Capital Bra ist stolz auf seine beiden neuen Pizza-Sorten Thunfisch und Sucuk.
Bild: Screenshot / Instagram / gangstarella_official

Neue Pizzen von Capital Bra im Geschmackstest: Die Sorten könnten den Hype in Gefahr bringen

06.02.2021, 12:2423.02.2021, 15:14

Capital Bra hat es wieder getan: Nachdem der Rapper im Mai 2020 mit einer Rindersalami- und einer vegetarischen Grillgemüse-Pizza ins Tiefkühl-Game eingestiegen ist, kommt nun endlich Nachschub in Form von zwei neuen Sorten: Thunfisch und Sucuk. Erstere aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei und zweitere halal, also ohne Schweinefleisch.

So weit, so gut. Watson hat die neuen "Gangstarellas", wie der Rapper mit Leidenschaft für italienische Nationalgerichte die Pizzen nennt, getestet, und darf nun berichten, wie baba der Geschmack denn nun wirklich ist – und ob mit den neuen Sorten der Hype genau so weitergehen könnte wie bislang. Zur Erinnerung: Beim Release der ersten beiden Sorten Rindersalami und Grillgemüse kam es bei den Händlern zu Lieferengpässen.

Eine lange Promo-Phase hat sich Capi zum Glück gespart

Schon mal vorweg: Eine ellenlange Promo-Phase gab es vor dem Erscheinen der neuen Sorten nicht. Vielmehr droppte der Bratan die Sorten Ende Januar in einem Instagram-Clip scheinbar beiläufig. Wenige Tage später standen schon die ersten Thunfisch-Varianten vereinzelt in den Tiefkühlregalen. Bei der Variante mit der türkischen Knoblauch-Wurst mussten sich dagegen bis jetzt alle noch etwas gedulden.

Was genau ist drauf, neben Knoblauchwurst und Thunfisch? Auf Capis Tonno-Variation finden sich gleich zwei Käsesorten auf der Pizza, Edamer und Mozzarella. Dazu Joghurt-Soße mit Crème Fraîche und vor allem auch gleich mehrere Zwiebelsorten: rote, frische und Röstzwiebeln – vermutlich ist es nach dem Genuss nicht unbedingt schlecht, dass momentan allerorts Maske getragen wird. Auf der Sucuk finden sich ebenfalls die beiden Käsesorten, Peperoni und wieder Zwiebeln.

So sehen die Rohfassungen der Pizzen aus.
So sehen die Rohfassungen der Pizzen aus.
Bild: watson / Claudia Florkowski

Damit die Pizza also "ballert", wie auf Capis Pizzapackung steht, muss sie rund eine Viertelstunde bei 225 Grad in den Backofen. Also, gesagt, getan. Auch gut gebräunt machen die Mahlzeiten einen guten Eindruck. Die Käsesorten sind schön verlaufen, der Rand ist crunchy, in der Mitte wird die Pizza soft, aber nicht labberig. Der Teig ist zudem etwas dicker. Die Thunfisch-Pizza besticht obendrein mit intensivem Geruch. Na dann, gib ihm!

So sehen die "Gangstarellas" aus, wenn sie aus dem Ofen kommen.
So sehen die "Gangstarellas" aus, wenn sie aus dem Ofen kommen.
Bild: Watson / Claudia Florkowski

So schmecken die neuen "Gangstarellas"

Den Fisch schmeckt man beim ersten Bissen gar nicht direkt heraus, vielmehr kommen die Joghurt-Noten durch. Außerdem gibt es Zwiebeln en masse, vielleicht ein wenig zu viel des Guten. Die Sucuk schmeckt sehr intensiv, die Peperonis sind glücklicherweise nicht so pikant, sodass sie den Geschmack der Wurst übertünchen. Beide letztlich in Ordnung, aber auch nicht mehr.

Aber es gibt auch Dinge zu bemängeln: 3,99 Euro werden die Pizzen bei Rewe, Edeka und Kaufland kosten. Für ein Tiefkühlprodukt recht teuer, auch wenn die Zutaten auf dem Teig reichlich sind. Und noch ein Manko: Alle Bratans, Bratinas und Bratuchas, die mit guten Ernährungsvorsätzen ins neue Jahr gestartet sind, können diese eigentlich direkt über Bord werfen. Laut Nährwerttabelle sind beide Sorten mit 1166, bzw. 1172 Kalorien ziemliche Schwergewichte.

Zum Vergleich: Ein Konkurrenzprodukt mit Thunfisch liegt mit 929 Kalorien deutlich darunter. Klar, auf der fehlt immerhin auch die Joghurt-Soße. Aber ob es die wirklich auf der "Gangstarella" braucht, bleibt strittig.

Noch dazu hat der Bratan offenbar dieses Mal die Vegetarier in seinem #TeamCapi vergessen. Während es beim ersten Release noch eine Pizza mit Grillgemüse gab, schauen Freunde fleischloser Ernährung jetzt in die Röhre.

Thunfisch – vermutlich nicht jedermanns Geschmack

Schließlich ist Capi mit den beiden Sorten ein Stück weit ein geschmackliches Risiko eingegangen. Denn während sich die meisten wohl darauf verständigen können, dass eine Salami-Pizza klassisch zeitlos und die Gemüsepizza die ideale Sorte für Vegetarier ist, scheiden sich die Geister sicherlich beim Thunfisch. Auch auf Instagram bemerken Follower unter dem Pizza-Post: "Esse normalerweise keine Thunfisch-Pizzen. Aber das hab ich auch bei der Gemüse-Pizza gesagt und muss sagen, sie wurde eine meiner Lieblings-Pizzen. Darum muss ich die jetzt probieren."

Die watson-Redakteurin, die die "Gangstarella" verkosten durfte, ist ebenfalls kein allzu großer Thunfisch-Fan – und muss leider gestehen, durch Capis Pizza nicht vom Gegenteil überzeugt worden zu sein. Dafür muss immerhin festgehalten werden: Sucuk ist im Vergleich zu Salami auf jeden Fall die geschmacksintensivere Wurstwahl auf Pizza. Ein Pluspunkt an der Stelle.

Unklar, ob sich der Hype um die Pizzen lange halten kann

Alles in allem sind die Thunfisch- und die Sucuk-Pizza okay. Aber eben nur okay. Enttäuscht ist man vor allem deswegen nicht, weil es sich bei der "Gangstarella" um Tiefkühlkost handelt und eben keine fein abgeschmeckte Pizza vom Lieblingsitaliener. Dass Capi statt seiner Diskografie erstmal seine Speisekarte erweitert hat, dürfte seine Fans allerdings freuen. Immerhin befriedigen seine Pizzen auch dann noch den größeren Hunger mitten in der Nacht, wenn die Pizzerien bereits geschlossen sind.

Fazit: Die "Gangstarellas" sind leider im Tiefkühl-Game keine Besonderheit und Capi lässt sich seinen Namen auf den Verpackungen verhältnismäßig teuer bezahlen. Deswegen werden die Mahlzeiten in erster Linie seine Fans begeistern, und eher weniger Tiefkühlkost-erprobte Feinschmecker und Pizza-Liebhaber vermutlich so gut wie gar nicht. Viele werden die Sorten sicher trotzdem testen. Ob der Griff danach nochmal zu den "Gangstarellas" im Supermarkt geht und der Pizza-Hype einen dauerhaften Aufwind erfährt, bleibt abzuwarten.

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