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Verkehrsminister bestellt Daimler-Chef ein, um den Diesel-Skandal aufzuklären

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat den deutschen Autobauer Daimler wegen des Vorwurfs einer illegalen Abgastechnik zum Rückruf von knapp 6300 Fahrzeugen des Transporters Vito verpflichtet.

Jetzt hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Daimler-Chef Dieter Zetsche außerdem zum Gespräch bestellt, um aufzuklären, was los ist. "Ich habe wegen des Manipulationsfalls beim Mercedes Vito den Daimler-Vorstandsvorsitzenden bereits für diesen Montag ins Ministerium einbestellt", sagte Scheuer dem "Spiegel".

Weiter sagte Scheuer: "Zudem habe ich sofort das Kraftfahrt-Bundesamt angewiesen, weiteren Verdachtsfällen bei Mercedes unverzüglich nachzugehen. Ich erwarte, dass Mercedes seinen Kunden gegenüber Klarheit schafft."

Das KBA habe bei Messungen unzulässige Abschalteinrichtungen der Abgasreinigung festgestellt, durch die es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten Emissionen von Stickoxid (NOx) kommen könne.

Konkret geht es um 1372 Fahrzeuge des Modells Vito 1,6 Liter Diesel mit der Abgasnorm Euro 6 in Deutschland, 4923 weltweit. "Aufgrund der eingebauten Abschalteinrichtungen kann es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten Stickoxid-Emissionen kommen", teilte das Ministerium mit. Daimler müsse diese Funktionen nun entfernen.

Daimler hatte bisher bestritten seine Abgaswerte über eine Schummelsoftware geschönt zu haben. Der Autobauer kündigte einen Widerspruch gegen die Rückrufaktion an. 

Die Hersteller von Diesel-Fahrzeugen stehen wegen der hohen Stickoxid-Emissionen in der Kritik.

Hamburg hatte am Mittwoch als erste deutsche Großstadt ab 31. Mai ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge angekündigt, allerdings nur zwei Ausfallstraßen.

(dpa)

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