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Als Clemens Tönnies verkleidet, besucht Oliver Pocher die Tönnies-Mitarbeiter im Wohnblock in Gütersloh. RTL/Screenshot

Pocher besucht im Tönnies-Kostüm Quarantäne-Wohnblock – dann kommt ein Wachmann

In der aktuellen "Oliver Pocher - gefährlich ehrlich"-Ausgabe möchte sich der Comedian entschuldigen - nicht für einen Witz, sondern für den Fleisch- und Corona-Skandal der Firma Tönnies. Verkleidet als deren Chef, Clemens Tönnies, zieht er durch Gütersloh, entschuldigt sich bei Passanten für den Lockdown, der durch den Corona-Ausbruch in seiner Firma ausgelöst wurde, und besucht die Mitarbeiter des Fleischproduzenten in einem abgeriegelten Wohnblock. Zum Ärger eines Aufpassers. Doch das ist nicht die einzige Überraschung in der Sendung.

Mehr als 23 Prozent der Belegschaft des Fleischproduzenten Tönnies sollen sich mittlerweile mit Corona infiziert haben. Schuld daran sind auch die schlechten Unterbringungen der meist rumänischen und bulgarischen Arbeiter. Zeit, sich das genauer anzusehen und sich im Namen von Clemens Tönnies zu entschuldigen, sagt Pocher und zieht in Chef-Aufmachung durch die Stadt.

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Oliver Pocher (r.) zieht durch Gütersloh und entschuldigt sich im Namen von Clemens Tönnies. RTL/Screenshot

"Sorry für die Unannehmlichkeiten. Ich habe für den kleinen Lockdown gesorgt. Da kann man nichts machen. Schön weiter billiges Fleisch essen. Es reicht, wenn einer reich ist."

Oliver Pocher gerät mit Sicherheitsmitarbeiter aneinander

Bis auf eine Frau, die dem Comedian offenbar wirklich glaubt, der Tönnies-Chef zu sein, wirken die anderen Passanten eher, als erkannten sie Pocher – doch spielen das Spielchen mit.

Am Ende besucht er noch die Wohnblocks, in denen die Mitarbeiter des Fleisch-Produzenten untergebracht sind und die unter Quarantäne stehen. Zunächst macht der 42-Jährige noch Witze und versucht die Menschen damit an den Zaun zu locken, dass er "Glücksbärchenwurst" auf Rumänisch übersetzt. Doch als eine Art Security-Mitarbeiter auftaucht, wirkt er fast ernst.

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Ein Sicherheitsmitarbeiter ist nicht begeistert von Pochers Einlage. RTL/Screenshot

"Ich finde es nicht gut, was Sie da machen. Das ist nicht zeit- und sachgemäß", sagt der Sicherheitsmitarbeiter. Das sieht Pocher ganz anders und gibt deutlich zu verstehen:

"Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um sich darüber zu unterhalten, dass Menschen ausgebeutet werden."

Oliver Pocher

Der Security-Arbeiter erwidert: "Sie könnten Sachen spenden für die Kinder hier aus der eigenen Tasche zum Beispiel." Pocher darauf: "Das ist richtig. Und ich finde es gut, wenn Tönnies die Arbeitsbedingungen für Mensch und Tier verbessern würde."

In der Live-Sendung verkündet Pocher dann, dass er den Wohnblock erneut besuchen möchte, sobald der nicht mehr unter Quarantäne steht. Dann aber ohne Tönnies-Kostüm. "Wir Deutsche zeigen immer mit dem Finger auf andere, auf schlechte Arbeitsbedingungen in Katar, wenn WM-Stadien gebaut werden, aber das hier ist mitten in Deutschland. Wie viel sollte Fleisch kosten? Wieso haben wir so viele Subunternehmer, wieso können wir die Leute nicht zu anständigen Preisen anstellen?", fragt er. "Ich lasse das nicht auf mir sitzen."

Lilly Becker als Stand-up-Comedian

Noch eine weitere Überraschung halten Oliver Pocher und seine Ehefrau Amira, die in der Sendung als Side-Kick agiert, an diesem Abend bereit: Lilly Becker, die Ex-Frau von Tennis-Profi Boris Becker, kommt nicht nur an ihrem 44. Geburtstag in die Live-Sendung, sondern performt auch als Comedian.

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Lilly Becker (zweite von links) bekommt von Amira Pochers Bruder (zweiter von rechts) eine Geburtstagstorte überreicht. RTL/Screenshot

"Botox ist nichts für mich. Außerdem ist man von Beauty-Eingriffen fast immer enttäuscht. Und wenn ich enttäuscht werden möchte, dann lerne ich einen neuen Mann kennen" - gibt die Mutter eines Sohnes zum Besten. Und sie legt nach: "Viele Männer stehen auf jüngere Frauen. Ich bin jetzt 44 Jahre alt. Also zwei 22-Jährige in einer Person. Der Traum eines jeden Mannes."

Zum Schluss ihres Auftrittes will Pocher natürlich noch wissen, ob Boris Becker ihr zum Geburtstag gratuliert habe: "Ja, hat er. Er war einer der ersten. Das war wirklich schön", antwortet die gebürtige Niederländerin darauf.

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