Die Star-Köche Roland Trettl (r.) und Tim Raue (Mitte) hoffen auf eine gute Kochanleitung von Viktor Belyaev.
Die Star-Köche Roland Trettl (r.) und Tim Raue (Mitte) hoffen auf eine gute Kochanleitung von Viktor Belyaev.
Bild: screenshot/tvnow

Tim Mälzer führt Kollegen bei "Kitchen Impossible" vor: "Schäme mich"

18.12.2019, 12:52

Bei der Vox-Sendung "Kitchen Impossible" lädt sich Tim Mälzer regelmäßig andere Starköche ein, um sich mit ihnen im Kochen zu duellieren. Das Konzept? Essen sehen, riechen, schmecken und die Gerichte anschließend möglichst gleich nachkochen. Ohne ein Rezept zu haben oder zu wissen, was genau man dort verkostet hat.

In der Weihnachtsfolge schickt Tim Mälzer seine Kollegen Tim Raue und Roland Trettl nach Russland. In Moskau sollten sie ein typisch russisches Weihnachtsmenü nachkochen.

Hat einen fiesen Plan: Tim Mälzer.
Hat einen fiesen Plan: Tim Mälzer.
bild: rtlnow

Tim Mälzer brüskiert Trettl und Raue

Doch wie kommen sie an das Rezept? Sie sollen von Haus zu Haus ziehen und danach fragen. Für Raue ein absolutes Unding. "Ich schäme mich. Andere Menschen zu Hause zu stören ist pure Widerlichkeit", giftet Raue in Richtung Kamera. Für Trettl ist es einfach pure Boshaftigkeit.

Aber es wird dann doch nicht so schlimm, wie erwartet. In einem Wohnzimmer, das sehr klassisch russisch erscheint, bekommen Trettl und Raue die Gerichte vorgesetzt: Salat Olivier, Klosterfisch, Minister-Schnitzel und russische Honigtorte.

Die Beurteilung? Vernichtend. Raue ist der Meinung: "Das sieht für eine russische Hausfrau viel zu gut aus, viel zu schön angerichtet." Trettl vergleicht das mit den Kochkünsten seiner Frau Mama oder seiner lieben Oma – dort habe er teilweise schon besser gegessen als in Restaurants.

Koch war im Kreml beschäftigt

Die Ernüchterung kommt dann in der Küche: An den Wänden hängen Bilder des Kochs – Viktor Belyaev, kein Geringer als der ehemalige Kreml-Koch. 30 Jahre hat er die russischen Präsidenten verköstigt.

Für Raue und Trettl eine pure Peinlichkeit, denn die wissen zu dem Zeitpunkt noch nicht um die Prominenz ihres Gastgebers. "Wir sind beim Koch zu Hause", stellt Trettl fest und weiter: "Wenn er wirklich Koch ist, schäm' ich mich wirklich!" So kommt der dann auch im nächsten Moment lachend herein und erklärt den beiden Deutschen: "Ich war Koch im Kreml". Ach. Belyaev hat für Breschnew, Gorbatschow, Jelzin, Medwedew und Putin gekocht. Holla. Und unsere beiden Starköche dachten, sie seien bei einer russischen Babuschka.

Trettl fühlt sich im selben Moment "angeschissen" und geehrt gleichermaßen. Die Peinlichkeit endet jedoch in einem großen Gelächter.

(lin)

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