Guns N' Roses 2026 in Deutschland: Band bleibt (vorerst) auf Tickets sitzen
Guns N’ Roses haben für 2026 eine neue Welttournee angekündigt. Nach dem großen Konzertjahr 2025 kehren die Hardrock-Ikonen rund um Axl Rose und Slash im kommenden Sommer erneut auf die Bühnen zurück – diesmal mit mehr als 30 Stationen weltweit.
Auch Berlin steht auf dem Tourplan. Zwei Konzerte sind für den 23. und 25. Juni in der Uber Arena angekündigt. Der Verkauf läuft seit wenigen Tagen über Ticketmaster, und das nur schleppend – die möglichen Gründe sind vielfältig.
Guns N' Roses in Berlin: Noch viele Tickets übrig
Seit dem 28. November sind Konzertkarten für alle im allgemeinen Vorverkauf erhältlich. Wer mit früherem Einlass ganz vorn stehen möchte, muss 373,50 Euro für ein VIP-Ticket aufbringen, Sitzplätze gibt es ab 77,25 Euro.
Ein Blick auf Ticketmaster zeigt: Sowohl für den 23. als auch für den 25. Juni gibt es noch Karten in fast allen Kategorien, sowohl Steh- als auch gute Sitzplätze sind reichlich verfügbar.
Doch wie kann das sein, zumal die Preise – zumindest verglichen mit anderen Top-Acts, die in den letzten Jahren durch Deutschland tourten – nicht exorbitant hoch sind?
Fans sind übersättigt von Guns N' Roses und Axl Rose
Eine ganz einfache Erklärung: Guns N' Roses waren in den vergangenen Jahren ausgiebig auf Tour und viele Fans dürften einfach "satt" sein. Unter anderem stand dieses Jahr ein Auftritt beim Wacken-Festival auf dem Programm.
Hinzukommt, dass Guns N' Roses mittlerweile von vielen als reine Nostalgie-Band wahrgenommen werden, da lange kein neues Album mehr erschienen ist. Zwar wurden jetzt neue Songs angekündigt, doch das reicht offenbar noch nicht, um die Fans ausreichend anzufüttern.
Bei ihren Setlists baut die Band kaum Variationen ein, was zusätzlich Ermüdungserscheinungen bei den Fans befeuert. Und dann wäre da noch die nicht enden wollende Diskussion um die Stimme von Axl Rose, die immer wieder hämisch mit Micky Maus verglichen wird.
Fairerweise muss man sagen: Der Stimmumfang von Axl Rose beträgt (oder betrug) fünf Oktaven. Dass man ihm sein Alter eher anhört als Mick Jagger, liegt auf der Hand. Doch hat Rose bislang offensichtlich keine Lösung gefunden, um seinen Gesang derart anzupassen, dass die Songs weiterhin für die Mehrheit annehmbar klingen.
Zwar ist es denkbar, dass es einfach nur eine Weile dauert, bis die Karten Abnehmer:innen finden, doch der Vergleich mit der Konkurrenz fällt gerade nicht rühmlich aus: Die kommenden Deutschland-Shows von Metallica waren innerhalb kurzer Zeit ausverkauft.
