Wie ein mexikanischer Fotograf die besten Jubelbilder dieser WM schoss

12.07.2018, 08:4112.07.2018, 09:25
adrian bürgler/watson.ch

Im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein: zentral für einen Fotografen. Beim WM-Halbfinal zwischen Kroatien und England gelang das Yuri Cortez – obwohl es auf den ersten Blick nicht so aussah.

Als Sportfotograf muss man nicht nur im richtigen Moment den Auslöser drücken. Man muss auch jederzeit für alles bereit sein. Spielsituationen ergeben und verändern sich in Sekundenbruchteilen, was von den Fotografen viel Flexibilität erfordert.

Womit man in einem WM-Halbfinal als Fotograf aber kaum rechnet, ist, von einer jubelnden Meute umgerissen und zu Boden gedrückt zu werden. Doch genau das ist Yuri Cortez passiert.

Der Fotograf der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) geriet beim Spiel zwischen Kroatien und England mitten in – und unter – jubelnde Kroaten. Die Osteuropäer hatten durch Mario Mandzukic gerade das siegbringende 2:1 in der Verlängerung geschossen, als alle Dämme brachen.

Mandzukic rannte jubelnd ausgerechnet in Richtung der am Spielfeldrand stehenden Fotografen. Cortez, der an vorderster Front stand, wurde unter dem Verteidiger Domagoj Vida und Mittelfeldkünstler Ivan Rakitic begraben.

Der Mexikaner liess sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, sondern knipste munter weiter. So entstanden die sensationellen Bilder.

Am Ende war aber alles gut:

Bild: CARL RECINE/reuters

Die Kroaten halfen dem Fotografen sogleich wieder auf die Beine und jubelten gar einen Moment lang mit ihm. Rakitic versicherte sich bei Cortez, ob wirklich alles in Ordnung sei – und Vida verabschiedete sich gar mit einem Küsschen.

Die schönste WM-Geschichte schreibt Harry Maguire – genau 9 Monate danach

3. Juli 2018. WM-Achtelfinale. England schlägt Kolumbien 4:3. Und das ausgerechnet im Elfmeterschießen. Zuvor waren die Three Lions bei Welt- und Europameisterschaften in sieben Elfmeterschießen sechsmal gescheitert. Ein historisches Ereignis. "It's coming home", schallte durch ganz England – und durch die sozialen Netzwerke. Und mittendrin war Harry Maguire, Verteidiger der Nationalmannschaft.

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