Rassismus
04.06.2020, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzt im ARD-Hauptstadtstudio und wartet auf den Beginn eines Interviews. Foto: John Macdougall/AFP/POOL/dpa | Verwendung weltweit

Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bild: AFP/POOL / John Macdougall

Proteste in USA: Merkel ruft zur Versöhnung auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der Proteste in den USA nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd zur Versöhnung aufgerufen. "Meine Ansprüche an Politik sind auch, dass man versucht zusammenzubringen und zu versöhnen", sagte sie am Donnerstag im ZDF mit Blick auf die teilweise gewaltsamen Proteste in mehreren US-Städten. Floyds Tod sei "etwas ganz, ganz Schreckliches".

Die Kanzlerin vermied eine Stellungnahme zum Verhalten des US-Präsidenten Donald Trump. Auf die Frage, ob Trump genug für eine Versöhnung tue, antwortete sie: "Was ich mit dem Präsidenten bespreche, darüber spreche ich in der Öffentlichkeit nicht."

Erst vor der eigenen Tür kehren

Auf die Nachfrage, ob Trump eine Rolle bei der Polarisierung in den USA spiele, erklärte sie: "Ich glaube, dass der Politik-Stil schon ein sehr kontroverser ist, das ist klar."

Weiter sagte sie:

"Rassismus hat es zu allen Zeiten gegeben. Aber leider gibt es ihn auch bei uns. Und jetzt kehren wir mal vor unserer eigenen Haustür."

Auch auf die Frage, ob sie noch Vertrauen in Trump habe, reagierte sie ausweichend: "Ich arbeite zusammen mit den gewählten Präsidenten auf der Welt und natürlich auch mit dem amerikanischen. Und ich hoffe, dass es gelingt, das Land gut zu befrieden."

(om/reuters)

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