Moderatorin Amira Pocher litt seit ihrer Schwangerschaft unter Panikattacken.
Moderatorin Amira Pocher litt seit ihrer Schwangerschaft unter Panikattacken. Bild: Geisler-Fotopress / Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

Amira Pocher über ihren Kampf gegen Panikattacken: "War ich meinen Kindern schuldig"

17.04.2022, 15:48

Ihre Social-Media-Kanäle und ihren Podcast "Die Pochers hier!", nutzt Amira Pocher als Sprachrohr, um über Angststörungen aufzuklären, von denen sie selbst betroffen ist. Die 29-Jährige kämpft schon seit einiger Zeit mit Panikattacken und hat sich deswegen auch in psychologische Behandlung begeben. Mit ihrer Geschichte möchte die Moderatorin Betroffenen Mut machen und zeigen, dass es einen Weg aus der vermeintlichen Endlosspirale gibt.

Insbesondere enge Räume haben bei der zweifachen Mutter zuletzt immer wieder schlimme Angstattacken hervorgerufen. In Aufzügen, Flugzeugen oder sogar zwischen hohen Bergen, überkam die Frau von Komiker Oliver Pocher eine überwältigende Panik, die mit Atemnot, Hitzewallungen und Todesvisionen einherging.

Amira Pocher begibt sich wegen Panikattacken in Therapie

Tatsächlich leidet die zweifache Mutter erst seit ihrer Schwangerschaft unter den Angstattacken. "Als ich gestillt habe und sie noch ganz klein waren, war es am schlimmsten", erzählte Amira im Interview mit dem Magazin "Gala". "Mein Mann wollte, seitdem die Kinder da sind, immer mal wegfliegen, wegen mir konnten wir das aber nicht machen."

Die 29-Jährige hatte keine Lust mehr darauf, sich im Alltag so einschränken zu lassen. "Ich wollte wieder die alte Amira sein, die, die mit Oli um die Welt fliegt und ihren Kleinen nun die Welt zeigt", sagte sie weiter. Seit vergangenem Jahr ist Amira Pocher deshalb wegen ihrer Panikattacken in psychologischer Behandlung.

Und die scheint deutliche Besserung gebracht zu haben: "Ich habe es tatsächlich geschafft, die Panik zu überwinden. Das war ich meinen Kindern schuldig", erklärte sie stolz im "Gala"-Interview und berichtete weiter von einem ihrer neusten Erfolgserlebnisse: "Ich bin gestern sogar durch einen Tunnel gefahren, bei dem ich vor sechs Monaten noch eine Panikattacke bekommen hätte, und es ist nichts passiert."

"Ich habe permanent Angst, zu wenig Zeit für meine Kinder zu haben"

Amira beschreibt sich selbst als "Helikopter-Mama", die versucht, möglichst viel Zeit mit ihren beiden Söhnen zu verbringen. "Ich habe permanent Angst, zu wenig Zeit für meine Kinder zu haben, zähle die Stunden und frage mich, ob es heute gereicht hat", berichtete sie.

Auch das ist ein Problem, an dem Amira arbeitet. Denn sie merkt: Die Abnabelung von ihren Kindern, hat etwas damit zu tun, dass es ihr heute psychisch besser geht. "Je mehr ich mich von ihnen löste, sie bei Papa und Oma ließ oder arbeiten ging, desto besser wurde meine Panik", schloss Amira.

(fw)

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