Uwe Abel durfte sich in der neunten Staffel von "Promi Big Brother" über den zweiten Platz freuen.
Uwe Abel durfte sich in der neunten Staffel von "Promi Big Brother" über den zweiten Platz freuen.
Bild: Sat.1 / Willi Weber
Interview

"Promi Big Brother"-Finalist Uwe Abel zieht Show-Fazit und verrät, was er lieber anders gemacht hätte: "Letztendlich habe ich mich für diese Worte entschieden"

01.09.2021, 17:13

Bauer Uwe Abel verpasste in der diesjährigen "Promi Big Brother"-Staffel ganz knapp den Sieg. Melanie Müller konnte sich in der letzten Zuschauer-Entscheidung gegen den Landwirt, der durch "Bauer sucht Frau" bekannt wurde und auch schon bei "Das Sommerhaus der Stars" zu sehen war, durchsetzen.

Dabei sprach viel für den Sieg des 55-Jährigen: Als zurückhaltender Kandidat, der sich inmitten teilweise recht krawallgebürsteten Promis stets zurückhielt und sich während der drei Wochen in der Sat.1-Sendung schließlich doch noch öffnen könnte, gewann er viele Fans. Außerdem hatte es niemand so schwer wie Uwe: Er war von Anfang an dabei, verbrachte lediglich acht Tage auf dem Big Planet, also dem Luxus-Bereich, und geschlagene 16 Tage auf der kargen und beengten Raumstation – so viele wie kein anderer der Teilnehmer.

Im watson-Interview lässt Uwe die Zeit nun noch einmal Revue passieren und schildert, was für ihn im TV-Container am schwierigsten zu verkraften war, was er rückblickend anders hätte machen wollen und wie es die "Promi Big Brother"-Produktion mithilfe von Mikrowellen geschafft hat, die Kandidaten mürbe zu machen.

Watson: Erstmal herzlichen Glückwunsch zum zweiten Platz bei "Promi Big Brother"! Wie enttäuscht bist du denn, dass es nicht für den Sieg gereicht hat?

Uwe Abel: Das Ergebnis war knapp und das macht einen dann schon nachdenklich, was man hätte anders machen müssen, um vorne zu stehen. Aber ich gönne es Melanie auch.

Du schienst recht siegessicher gewesen zu sein. Hattest du eigentlich schon fest mit dem Sieg gerechnet?

Nö. Es war nicht meine Intention, als siegessicher rüberzukommen. Aber wenn man bei Votings überlebt, ist das ja auch ein Zeichen und dadurch ist mein Selbstvertrauen auch etwas größer geworden, als ich mich gegen den einen oder anderen durchsetzen konnte.

"Wenn man der Melanie den Kochlöffel weggenommen hätte, dann wäre aber was los gewesen."

Deine Konkurrenten bei "Promi Big Brother" hatten teilweise Strategien, wie sie sich in der Show präsentieren wollen. Hattest du auch einen Plan, die dich zum Sieg führen sollte?

Ich habe mich geöffnet, auch wenn ich das nicht unbedingt wollte. Aber letztendlich hat mir das ja gutgetan. Mit der Strategie des Abwartens und Sich-Streiten-Lassens bin ich im "Sommerhaus der Stars" gut gefahren. Deswegen hatte ich gedacht, das könnte hier auch funktionieren. Als ich dann von fünf Leuten auf die Nominierungsliste gesetzt wurde, habe ich gedacht, irgendwas mache ich wohl falsch. Ich habe dann mein Verhalten überdacht und bin etwas aktiver geworden.

Uwe Abel ließ es auf der "Promi Big Brother"-Raumstation gerne ruhig angehen.
Uwe Abel ließ es auf der "Promi Big Brother"-Raumstation gerne ruhig angehen.

Das hatten dir die anderen ja zum Vorwurf gemacht, dass du dich zu sehr zurückgehalten hast und dich in der Raumstation nicht immer am Haushalt beteiligt hast. Wie siehst du das im Nachhinein, bereust du das ein bisschen?

Also es waren ja genug Leute da, die etwas tun wollten. Wenn man der Melanie den Kochlöffel weggenommen hätte, dann wäre aber was los gewesen. Und auf dem Big Planet habe ich ja ein bisschen gearbeitet.

Gerade auf dem Big Planet haben Melanie, Danny und die anderen immer aufgedreht. Es ging auch viel um Sex und es war laut und trubelig. Warst du davon genervt und hast überlegt, für Ruhe zu sorgen?

Bei "Big Brother" heißt es ja: "Zeig uns dein Gesicht". Und deren Gesichter sind eben anders als meines. Ich bin da etwas ruhiger als die anderen Protagonisten. Aber wenn man mir zwei Bier gibt, bin ich auch etwas gelöster. (lacht)

"Um Vertrauen zu schöpfen, brauche ich sehr sympathische Menschen, damit ich mich öffnen kann."

Mit welchem deiner Kollegen hast du dich am besten verstanden und mit wem konntest du am wenigsten anfangen?

Ich habe ganz ehrlich am wenigsten Kontakt mit Gitta Saxx gehabt, weil wir sehr lange in unterschiedlichen Bereichen und nur zwei Tage zusammen im selben Bereich waren. Und mit Papis Loveday habe ich mich sehr, sehr gut verstanden. Es ist ein sehr bemerkenswerter Mensch. Wir hatten sehr, sehr viel Spaß zusammen, haben viele Witze gemacht, auch schwarzer Humor war manchmal mit dabei. Die Zeit habe ich genossen, die ich mit Papis verbringen durfte.

Uwe und Papis verstanden sich blendend.
Uwe und Papis verstanden sich blendend.
Bild: Sat.1
"Danach habe ich gesagt: Der Bauer muss auch mal Emotionen zeigen. Dazu kommt es nicht so oft."

Mit welchen deiner Kollegen wirst du weiterhin in Kontakt bleiben?

Das wird sich zeigen. Ich denke schon, dass ich mit Papis Kontakt haben werde und dass ich vielleicht auch mit der Siegerin, Melanie Müller, ein, zwei Termine machen könnte. Mit Paco habe ich mich auch sehr gut verstanden. Aber ich denke, dass ich mit Papis enger in Kontakt bleiben werde.

Was genau ist passiert, was dich zum Auftauen gebracht hat? Erinnerst du dich daran, was dazu geführt hat, dass du dich öffnen und den anderen mehr vertrauen konntest?

Um Vertrauen zu schöpfen, brauche ich sehr sympathische Menschen, damit ich mich öffnen kann. Das ist erst in dem Moment gekommen, als Papis sich auch geöffnet und von seiner Kindheit erzählt hat. Dabei habe ich die Emotion in ihm gespürt. Danach habe ich gesagt: Der Bauer muss auch mal Emotionen zeigen. Dazu kommt es nicht so oft.

Du hast schon angedeutet, dass das nicht unbedingt in deinem Sinne war.

Das war nicht so geplant. Es gibt sicherlich andere, die so etwas planen, aber ich bin da neutral reingegangen in die Situation und habe versucht, für mich da auch einen Mehrwert von der Öffnung zu bekommen, auch zu wachsen. Ich bin schon stolz darauf, was ich da abgeliefert habe.

Uwe wurde bei "Promi Big Brother" von seinen Gefühlen übermannt.
Uwe wurde bei "Promi Big Brother" von seinen Gefühlen übermannt.
Bild: Sat.1

Was hat dir bei "Promi Big Brother" am allermeisten zu schaffen gemacht?

Es war ja so, dass ich sieben Tage in der Raumstation war. Als Landwirt ist man aber viel draußen im Grünen, braucht Sonne und Licht. Und das war da nicht möglich und das hat mir sehr zu schaffen gemacht. Ich saß dann manchmal in der Schleuse und habe in den Himmel geguckt und versucht, Sonne zu tanken. Weil man ja auch nie wusste, wie lange man in dem Bereich bleiben musste, bis man wieder wechseln konnte.

"Ich bin halt nicht der große Reden-Schwinger, sondern bringe die Dinge eigentlich recht schnell auf den Punkt."

Im Finale bist du noch einmal über dich im Kletterspiel hinausgewachsen, als es seine Minute Redezeit zu erspielen gab. Wie war das für dich?

Danach war ich ziemlich durch den Wind. Als ich wieder im Haus war, war der Kreislauf am Boden, weil ich so aufgeregt war, nach der Kletteraktion. Währenddessen ging es noch, aber eine Viertelstunde später hatte ich ganz schönes Flattern in der Pumpe.

Und letztendlich brauchtest du ja auch nicht die gesamte Minute Redezeit, die es bei dem Spiel zu gewinnen gab.

(lacht) Ja stimmt, da hätte man vielleicht noch ein, zwei Worte mehr sagen können, aber ich bin halt nicht der große Reden-Schwinger, sondern bringe die Dinge eigentlich recht schnell auf den Punkt. Letztendlich habe ich mich für diese Worte entschieden, das würde ich jetzt rückblickend vielleicht ein bisschen anders gestalten und die Redezeit mehr ausnutzen.

Nicht nur beim "Promi Big Brother"-Finale gab es Live-Publikum.
Nicht nur beim "Promi Big Brother"-Finale gab es Live-Publikum.
Bild: Sat.1 / Willi Weber

Hat man auf dem Big Planet was vom Studio und vom Publikum nebenan gehört?

Das Jubeln konnte man hören. Wenn der Aufwärmer kam, wussten wir, in einer halben Stunde geht's los. Aber ansonsten war es mit der Zeit sehr schwierig. "Big Brother" hat bestimmt, wann man aufstehen und wann man schlafen gehen durfte. In der Raumstation wurden beispielsweise auch die Uhren an den Mikrowellen verstellt, wenn wir im Aktionsraum waren. Als wir zurückkamen, war alles verstellt, damit man nicht abschätzen konnte, wann die Liveshow losging.

Die neue Frisur deiner Frau Iris Abel hatte dir ja nicht so zugesagt, als du sie während "Promi Big Brother" gesehen hattest. Was hat sie denn zu deiner Glatze gesagt?

Sie findet es gut, hat sie gesagt. Ich soll es so lassen. Aber das weiß ich noch nicht, das ist zu kalt, das habe ich jetzt schon festgestellt. Also zu Weihnachten habe ich wieder Haare, denke ich.

Olivia Jones meinte in der "Late Night Show" noch, dass sie dich schon am Ballermann sieht. Das ist aber eher nichts für dich?

Das ist sehr viel Reiserei und ich bin eigentlich nicht jemand, der gern im Flieger sitzt. Eher so was wie "Das große Promibacken" könnte ich mir für mich vorstellen, das passt zu mir.

Wie feuchtfröhlich war die After-Show-Party?

Also angeblich waren wir um 6 Uhr im Hotel, aber ich weiß das nicht so genau. Ich habe schon ein bisschen Wodka vernichtet. War schön.

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