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Sparhandycup Gummersbach in der Schwalbe Arena zu Gunsten der Lukas Podolski Stiftung von links: Christoph Daum, Lukas Podolski, Arthur Abraham 11.01.2015

Gummersbach in the Swallow Arena to Favour the Lukas Podolski Foundation from left Christoph Daum Lukas Podolski Arthur Abraham 11 01 2015

2015: Christoph Daum (l.) und Lukas Podolski bei einem Benefizturnier in Gummersbach. bild: imago images/herbert bucco

Wie Christoph Daum mit einer Lüge Lukas Podolski zurück nach Köln lotste

Nach der 0:2-Niederlage gegen Union Berlin ist der 1. FC Köln auf den letzten Tabellenplatz der Bundesliga abgestürzt. Auch der neue Trainer Markus Gisdol schafft es bisher nicht, den "Effzeh" in die Erfolgsspur zurückzubringen. Da die Gnadenfrist für Gisdol selbst im schnelllebigen Köln noch läuft – er ist erst seit 18. November im Amt –, forderten die Kölner Fans also (noch) nicht "Gisdol raus", sondern skandierten in der zweiten Halbzeit gegen Union mehrfach "Lukas Podolski".

Der 34-Jährige hatte vor kurzem erst das letzte Saisonspiel für seinen japanischen Club Vissel Kobe absolviert, der Vertrag des Ur-Kölners läuft im Januar aus. Und so träumt ganz Köln von der Rückkehr Prinz Poldis. Der Fußball-Weltmeister von 2014 war bereits nach der Zeit beim FC Bayern München zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. Das war im Jahr 2009.

"Sonst unterschreibt der beim HSV..."

Wie die "Sport Bild" am Mittwoch berichtete, kam das Ganze offenbar nur zustande, weil sich Ex-Köln-Trainer Christoph Daum einer kleinen Notlüge bediente. Daum erklärte dem Magazin: "Unser Manager Michael Meier hatte mich angerufen und gesagt: 'Du musst dich sofort bei Poldi melden. Sonst unterschreibt der beim HSV'."

Der Hamburger SV hatte laut "Sport Bild" schon einen unterschriftsreifen Vertrag für Podolski vorbereitet. Der Stürmer wollte damals Bayern München nach drei Jahren verlassen. Köln wiederum hatte Sponsorengelder gesammelt, um das Gehalt Podolskis stemmen zu können.

Daum erklärt seine Poldi-Lüge

Daum weiter: "Ich sollte Lukas noch sportlich überzeugen. Dann habe ich ihm von einer Mannschaft erzählt, die wir aufbauen wollten. Die aber nicht so ganz der Realität entsprach."

Und so flunkerte der aktuell arbeitslose Trainer ein wenig, was das künftige Kölner Team betrifft. Daum nannte dabei unter anderem Maxi Rodriguez, der damals bei Atlético Madrid spielte und später zum FC Liverpool ging. Auch Bayerns ehemaliger Abwehrhüne Daniel van Buyten sei ein Name gewesen: "Ich habe alle Spieler aufgezählt, die wir auf der Liste hatten. Dabei war klar, dass wir nie alle würden realisieren können", so Daum über seine Geschichten, die er Podolski erzählte, um ihn zu einem Wechsel in seine Heimat zu bewegen.

PODOLSKI Lukas Plakat von den FC Koeln Fans DFL Fussball Bundesliga Saison 2019 - 2020 Spiel 1.FC Koeln - FC Augsburg 1 : 1 am 30. 11. 2019 in Koeln DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO *** PODOLSKI Lukas Poster of the FC Cologne Fans DFL Football Bundesliga Season 2019 2020 Match 1 FC Cologne FC Augsburg 1 1 on 30 11 2019 in Cologne DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxSWExNORxDENxFINxONLY

Klare Meinung: Die Kölner Fans Ende November 2019. Bild: imago images / Laci Perenyi

Die Lügen scheinen ihn überzeugt zu haben: Poldi wechselte im Sommer 2009 für zehn Millionen Euro zurück zu seinem Jugendklub. Maxi Rodriguez und Daniel van Buyten verirrten sich hingegen nie ins Rheinland. Ironie der Geschichte: Daum verließ den 1. FC Köln noch im Sommer – noch bevor Podolski sein erstes Training absolviert. Doch Daum scheint trotz der Lüge ein absolut reines Gewissen zu haben.

"Alle lieben Lukas", resümiert Daum seinen Transfer-Coup. Und das wird sich in Köln so schnell nicht ändern. Den jüngsten Beweis gab es am Wochenende beim Spiel gegen Union Berlin.

(as)

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