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In Brüssel soll die Innenstadt bald den Radlern gehören. Das Tempolimit soll dann bei 20 K/mh liegen. Bild: imago images / Le Pictorium

Brüssel nutzt Ausgangsperre – Die Innenstadt wird Fahrrad- und Fußgängerzone

Das Coronavirus und die damit verbundenen Lockdowns haben unter anderem die Wirtschaft lahmgelegt und die Krankenhäuser sowie das gesamte Pflegepersonal an ihre Grenzen getrieben. Doch die Situation birgt auch Chancen. Diese will sich die Stadt Brüssel zu Nutzen machen.

Anfang Mai enden in Brüssel die Ausgangssperren. Im Zuge dessen vollzieht die Stadt eine "Verkehrs-Revolution". Die gesamte Innenstadt wird zur Fahrrad- und Fußgängerzone.

Entschleunigung des Innenstadtverkehrs

Ab 1. Mai gilt in der Innenstadt von Brüssel, dass die Höchstgeschwindigkeit für Autos, Busse und Bahnen 20 km/h beträgt. Fußgänger und Fahrradfahren dürfen überall fahren beziehungsweise gehen.

Der Bürgermeister von Brüssel, Philippe Close betitelte die Aktion als "Vélorution". Es sei ein Schritt zur "Entzerrung und Entschleunigung des Innenstadtverkehrs". Ziel ist es unter anderem, die Vorgaben des Mindestabstands nach den Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen leichter einhalten zu können.

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Fahrräder und kaum Autos. So kann es in der Innenstadt aussehen. bild: twitter

Noch steht nicht fest, wie lange die Maßnahmen andauern sollen. Im Interview mit "Le Soir" sagt er: "Wir werden die Maßnahme evaluieren."

Nur noch gelbe Ampeln

Die Vorbereitungen für diesen Schritt laufen bereits. In der betroffenen Zone der Stadt werden aktuell Schilder für die Fußgänger- und Fahrradzone aufgestellt. Ab Anfang Mai werden auch alle Ampel in dem entsprechenden Bereich nur noch gelb blinken. Ausgenommen davon sind Straßen mit Tramverkehr. Überwacht wird das alles von der Polizei.

Doch damit ist nicht genug: Brüssel plant die Verkehrswende weiter voranzutreiben. 2021 soll die gesamte Stadt ein Tempolimit von 30 km/h bekommen. Ab dem 1. Januar soll, mit Ausnahme einiger Hauptverkehrsachsen, Brüssel deutlich umweltfreundlicher werden.

(vdv)

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