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Der automatische Supermarkt präsentiert sich in Container-Optik. bild: Edeka / sascha Baumann

Komplette Selbstbedienung: Edeka und Bahn starten mit automatisierten Supermärkten

Ein Supermarkt ohne Angestellte – für Beschäftige ein Horrorszenario, zugleich in Corona-Zeiten möglicherweise ein zukunftsweisender Ansatz. In Baden-Württemberg eröffnete am Montag der erste automatisierte Markt seine Tore. Edeka formte das Projekt zusammen mit der Deutschen Bahn und dem Stuttgarter Start-up Smark.

"Bestellen können Kunden von unterwegs per App oder an einem Touchscreen im Markt. Die Waren werden anschließend im rückwärtigen Bereich durch eine Robotik kommissioniert und an einer Ausgabe bereitgestellt", erläutert Philipp Hoenig, der Gründer von Smark. Backwaren können im Eingangsbereich ausgewählt und zur Bestellung hinzugefügt werden. Gezahlt wird dann direkt mit der App, oder per Bankkarte. In Stoßzeiten soll Fachpersonal den Verkauf von Backwaren und Kaffee unterstützen.

Der Supermarkt soll mit einem vollwertigen Sortiment aufwarten

Insgesamt startet der Markt mit 300 Artikeln im Angebot. Von Grundnahrungsmittel, über gekühlte Produkte, bis hin zu Drogerieartikel soll man hier alles finden können. Geplant ist, das Sortiment auf insgesamt 800 Artikel auszuweiten.

"Ein Snack für den Weg zur Arbeit oder auch der spontane Wocheneinkauf, alles ist möglich und das völlig zeitunabhängig", wirbt Inhaberin Gisela Karow-Schäfer und betont die Tatsache, dass der Supermarkt 24 Stunden am Tag geöffnet hat.

Das Pilotprojekt soll auch an anderen Standorten ausprobiert werden

Der "E 24/7 Karow & Sommer"-Supermarkt ist am Bahnhof in Renningen zu finden. Durch die Art, wie der Markt strukturiert ist, eignet er sich besonders für Orte mit wenig Platz hoher Besucherzahl. Weitere solcher Projekte sind in Planung. "Wir freuen uns auf weitere Standorte im Südwesten", sagt der EDEKA Südwest Geschäftsführer Jürgen Mäder. Die Deutsche Bahn habe in den neuen Laden in Renningen rund 500.000 Euro investiert, berichtet die "Lebensmittelzeitung".

Das Start-up Smark hatte bereits im August 2019 einen Laden mit derselben Technologie eröffnet, damals aber mit der Supermarktkette Real. Als der Konzern nur ein Jahr später den Eigentümer wechselte, bedeutete dies das Aus für den Smart-Store.

Das Konzept des "Grab-and-go" Einkaufs kennt man bisher vor allem aus den USA. Der Onlineriese Amazon betreibt hier beispielsweise in Seattle einen vollautomatischen Supermarkt.

(lfr)

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