Stefanie Heinzmann bei ihrer "The Masked Singer"-Performance ohne Dalmatiner-Maske.
Stefanie Heinzmann bei ihrer "The Masked Singer"-Performance ohne Dalmatiner-Maske.
Bild: dpa / Rolf Vennenbernd
Interview

"The Masked Singer": So trickste Dalmatiner Stefanie Heinzmann alle ohne Lügen aus

17.03.2020, 16:31

Deutschlands schrillste Primetime-Show ist zurück: Am Dienstagabend feierte die zweite Staffel von "The Masked Singer" Premiere auf ProSieben. Als Erster musste der Dalmatiner die Maske fallen lassen und sich gegen das Chamäleon geschlagen geben – zu wenige Zuschauer hatten für ihn abgestimmt.

Unter dem divaesken Kostüm steckte ein Promi, der im wahren Leben ganz bodenständig ist – und zufällig zum Staffelstart (und am Tag seines ersten und letzten Auftritts in der Musik-Rateshow) seinen Geburtstag feierte: Sängerin Stefanie Heinzmann. Die 31-jährige Schweizerin gewann 2008 Stefan Raabs Gesangswettbewerb "SSDSDSSWEMUGABRTLAD". Ja, der hieß wirklich so. Ihr bis dato erfolgreichster Song war mit "My Man Is a Mean Man" gleichzeitig ihre Debütsingle.

Nach ihrem "The Masked Singer"-Aus sprach Heinzmann mit watson und anderen Medien über ihre Verwandlung und darüber, wie sie ihre Teilnahme vor Freunden und Familien geheim hielt.

Stefanie Heinzmann 2015 bei "Unser Star für Österreich".
Stefanie Heinzmann 2015 bei "Unser Star für Österreich".
Bild: Getty Images Europe / Nigel Treblin

watson: Stefanie, hattest du trotz deinem "The Masked Singer"-Aus einen schönen Geburtstag?

Stefanie Heinzmann: Absolut! Ich habe den Tag mit Proben und im Backstagebereich verbracht. Viele Freunde wussten natürlich nichts von meiner Teilnahme. Ich musste also ein bisschen lügen, was sehr besonders war. Ich habe aber schon versucht, offen zu sprechen. Wenn mich Leute gefragt haben, was ich so mache, habe ich gesagt: "Ach, ich chille." Da saß ich dann gerade in der Garderobe. Ich habe also nicht gelogen!

Hast du alle Glückwunschanrufe entgegen genommen?

Ja, nur die Facetime-Anrufe nicht (lacht).

Wie vielen Leuten hast du von deiner Teilnahme erzählt – und wie vielen musstest du es verheimlichen?

Verheimlichen? Sicher sieben Milliarden (lacht). Und vier Leuten habe ich es gesagt. Das ist ja auch das Ziel der Sache, dass du es so wenigen Menschen wie möglich verrätst. Mir war auch wichtig, meine Freunde nicht in eine blöde Situation zu bringen. Wäre ich länger in der Show geblieben, und die Eingeweihten wären gefragt worden, ob ich nicht der Dalmatiner bin, hätten sie lügen müssen. Und meine Freunde können sehr schlecht lügen.

Bist du enttäuscht, dass du die Show als Erste verlassen musstest?

Es ist natürlich schade. Aber jetzt kann ich es mir einfach jeden Dienstagabend auf dem Sofa ansehen.

Im Hinweis-Clip wurde bereits angedeutet, dass das Diva-Dalmatiner-Kostüm nicht deinem Charakter entspricht.

Ja, darum geht es ja bei "The Masked Singer": Du musst raten, wer unter der Maske steckt. Wenn ich auf die Bühne komme und alle sagen, klar, das ist die Heinzmann – dann muss ich mir auch kein Dalmatiner-Kostüm anziehen. Und ich musste meine Stimme verstellen, was mir nicht leichtfiel.

Welche Hinweise waren im Indizen-Video noch versteckt?

Es war eine Zeitschrift zu erkennen, die gleich drei Hinweise auf einmal enthalten hat: Erstens lese ich sehr gerne. Und dann war in der Headline zu sehen: "Das 12-Seiten-Interview". Vor genau einer Woche vor zwölf Jahren habe ich mein erstes Album veröffentlicht. Und dann stand dort noch: "Der Dalmatiner ganz ungeschminkt". Wer mich kennt, weiß, dass ich kaum Schminke benutze.

Keiner aus dem prominenten Rateteam hat deinen Namen genannt. Siehst du das als Triumph?

Total! Ich habe mein Ziel erfüllt. Hätte ich meine Stimme nicht verstellt, hätte mich Rea Garvey auch sofort erkannt. Wir waren vor fünf Jahren zusammen auf Tour, haben jeden Abend gemeinsam einen Song gesungen. Das wäre nach dem ersten Ton vorbei gewesen.

"Die Jury hat sich von meinem Charakter, meinem Kostüm blenden lassen"

Du wurdest von Ruth Moschner, Carolin Kebekus und Rea Garvey für Judith Williams oder Désirée Nick gehalten, die beide mehrere Jahrzehnte älter sind als du. Wie stehst du zu diesen Vergleichen?

Ich glaube, die Jury hat sich von meinem Charakter, meinem Kostüm blenden lassen. Und wenn man sich erst einmal eingeschossen hat, hört man auch nicht mehr genau hin. Ich glaube auch, da ich meine Stimme so verstellt habe, konnte man auch mein Alter nicht mehr richtig einschätzen. Und wenn ich diese Namen höre, muss ich nicht beleidigt sein. Heidi Klum ist ja auch genannt worden. Und das ist ein absolutes Kompliment.

ProSieben zeigt "The Masked Singer" immer dienstags um 20.15 Uhr.

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