COLOGNE, GERMANY - FEBRUARY 26: Nicolas Puschmann (R) and Vadim Garbuzov pose on stage during the pre-show

Vadim Garbuzov und Nicolas Puschmann tanzen als erstes deutsches Männertanzpaar bei "Let's Dance". Bild: Getty Images Europe / Andreas Rentz

Erstes deutsches "Let's Dance"-Männertanzpaar: Dieses besondere Jubiläum steckt hinter der Paarung

Eine der spannendsten Fragen zur diesjährigen "Let's Dance"-Staffel wurde geklärt. Vor der ersten Folge der beliebten Tanz-Show auf RTL war klar, dass es nach dem ersten Frauentanzpaar (Kerstin Ott und Regina Luca, 2019) nun das erste Männerpaar geben wird. Mit dem ehemaligen "Prince Charming" Nicolas Puschmann macht 2021 ein offen zu seiner Homosexualität stehender Promi mit – ihm wurde die Premiere zuteil.

Es war jedoch bis zum Freitagabend abzuwarten, mit welchem Tanzpartner Nicolas die Staffel über Cha Cha Cha, Tango und alle weiteren Tänze Woche für Woche auf die Bühne bringen darf. Die Auswahl ist immerhin groß, mit unter anderem Robert Beitsch und Valentin Lusin sind "Let's Dance"-erfahrene Profis dabei, aber auch neue Gesichter findet man, erstmals dabei sind beispielsweise Pasha Zvychaynyy oder Alexandru Ionel.

Traditionell werden die Paarungen in der Kennenlern-Ausgabe von "Let's Dance" bekannt gegeben, die Profis haben vor der Vergabe noch die Chance, einen Wunsch zu äußern. Bereit schienen alle Tänzer, das erste männliche Tanzpaar mit Nicolas zu bilden, aber Vadim Garbuzov äußerte sich ganz offen dazu.

Der 33-Jährige musste sich jedoch zunächst einen Seitenhieb von Daniel Hartwich gefallen lassen. Der interpretierte in Vadims Wunsch, mit Nicolas tanzen zu wollen, in eine andere Richtung: "Mit den Frauen gewinnst du ja auch nicht", feixte der Moderator. Der wahre Grund war jedoch sehr viel bedeutungsvoller

Vadim Garbuzov erklärt sein besonderes Tanz-Jubiläum

Bevor Vadim bei der deutschen "Let's Dance"-Ausgabe 2015 erstmals zu sehen war, tanzte er bereits für mehrere Staffeln in der österreichischen Show-Version "Dancing Stars". 2011, also vor genau zehn Jahren, bildete er mit dem Wiener Schauspieler Alfons Haider das erste Männertanzpaar der weltweiten "Let's Dance"-Geschichte. "Zum zehnjährigen Jubiläum wäre es toll", kommentierte Vadim sein Tanzpartnergesuch.

Und siehe da: Tatsächlich darf der kanadisch-österreichische Tanzsportler mit Puschmann tanzen. "Ich hab einen Cowboy bekommen, was will man noch?", freute sich Vadim. Und auch Nicolas freute sich: "Happy Zehnjähriges", rief er ihm freudestrahlend entgegen. Eine vielversprechende Paarung, immerhin glaubten auch die Juroren um Motsi Mabuse, Joachim Llambi und Jorge Gonzalez an das Potenzial des ehemaligen Kuppelshow-Kandidaten.

Tragischerweise hatte Hartwich mit seiner Bemerkung allerdings Recht: Die beste Platzierung, nämlich den neunten Platz, erreichte Vadim 2015 mit der Kabarettistin und Komikerin Beatrice Richter. Die vergangenen beiden Jahre setzte der Tänzer sogar ganz aus und dürfte nun mit neuer Energie dabei sein.

Ein anderer Mann hat aber schon die "Let's Dance"-Favoritenrolle inne

Auch wenn Diversität in diesem Jahr bei "Let's Dance" eine besonders große Rolle spielt, ging es in der Staffelpremiere auch um Oberflächlichkeiten. Noch bevor der ehemalige Fußballspieler Rúrik Gíslason zusammen mit "GZSZ"-Star Valentina Pahde und Sängerin Ilse DeLange den ersten Gruppentanz 2021 performen durfte, rastete das Publikum auf Social Media förmlich aus. Allein die bloße Erscheinung des Isländers reichte aus, um ihm eine Favoritenrolle zu bescheren. Getanzt hat er übrigens auch noch – und zwar gar nicht mal schlecht.

Am Ende der Sendung bekam auch er eine Tanzpartnerin für die Staffel, freuen konnte sich Renata Lusin. Etliche "Let's Dance"-Fans dürften in den kommenden Wochen mit ihr tauschen wollen. Etwas vorhersehbar wurde bei der Bekanntgabe auf Renatas Ehemann Valentin Lusin gezoomt, der ebenfalls als Profitänzer mitmacht und mit Valentina Pahde verpartnert wurde.

Schon jetzt scheint es vorhersehbar zu sein, welche Rolle Rúrik haben wird: Mit seinem kernigen Aussehen holt er sicherlich in erster Linie gute Quoten bei den Zuschauerinnen und Zuschauern. Wegen der meisten Anrufe des Publikums bekam er am Freitag schon das sogenannte "Direkt Ticket", er kann also in der kommenden Woche nicht ausscheiden.

COLOGNE, GERMANY - FEBRUARY 26: Hosts Daniel Hartwich and Victoria Swarovski perform on stage during the pre-show

Daniel Hartwich leistete sich einige Fehltritte bei "Let's Dance". Bild: Getty Images Europe / Andreas Rentz

Daniel Hartwich sorgte für peinliche Momente

Männer standen in der Episode offenbar voll und ganz im Vordergrund – einige weitere Momente dürften deswegen für Stirnrunzeln gesorgt haben. Moderator Daniel Hartwich leistete sich gegenüber weiblichen "Let's Dance"-Stars gleich mehrere Fauxpas.

Noch der harmloseste Ausflug in den Fettnapf: Nach einem weiteren Gruppentanz gaben die beiden männlichen Juroren ihre Wertung ab, Hartwich wollte anschließend die Kandidaten zu seiner Co-Moderatorin schicken und vergaß völlig, dass die einzige Frau am Jurorenpult, Motsi Mabuse, noch gar nicht bewertet hatte. Mit einem Lacher war das Thema beendet und Motsi kam doch noch zu Wort.

Sehr viel heikler wurde es, als Hartwich die neuen Profi-Tänzerinnen vorstellte und über Malika Dzumaev sagte, dass mit ihr nun endlich eine Frau bei "Let's Dance" dabei ist, die studiert hat. Die Angesprochene reagierte verdutzt und deutete auf Christina Luft und Renata Lusin. Erstere studierte Psychologie und hat ein Diplom, Zweitere studierte BWL. Malika wiederum hat einen Bachelor in Gesundheitswissenschaften – ist damit aber lange nicht die erste "studierte Frau im Haus", wie kurz zuvor von Hartwich behauptet wurde.

Auch wenn nun also auch in Deutschland das erste Männertanzpaar mit Nicolas und Vadim gebildet wurde, besteht also durchaus noch Luft nach oben, was politische Korrektheit in der RTL-Tanzsendung betrifft.

(cfl)

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