COLOGNE, GERMANY - FEBRUARY 26: Rurik Gislason performs on stage during the pre-show

Rúrik Gíslason musste gar nicht tanzen, um aktueller "Let's Dance"-Liebling zu werden Bild: Getty Images Europe / Andreas Rentz

"Let's Dance"-Fans geraten in Ekstase: Dieser Kandidat ist jetzt schon Favorit – und dann tanzte er auch noch gut!

Was für ein Start bei "Let's Dance"! Auch wenn Corona noch immer weltweit wütet, hat RTL die beliebte Tanzshow auf die Beine gestellt. Die Kandidaten werden regelmäßig getestet, beschränken ihre Kontakte und Publikum gibt es wieder nicht im Studio, genau wie im Verlauf der vergangenen Staffel.

Schade eigentlich, denn so hätte besonders einer der 14 Promi-Kandidaten mit Sicherheit schon den immensen Zuspruch des Publikums mitbekommen: Rúrik Gíslason ist isländischer Fußballer, der 2018 in Russland bei der WM dabei war und unter anderem in Deutschland beim SV Sandhausen gekickt hat. Nach seinem ersten Auftritt in der Show stand für die Zuschauer schon fest, dass er es allein dank seines Aussehens verdient hätte, ins Finale zu kommen.

Tanzleistung war bei Rúrik Gíslason erstmal zweitrangig

Da war es schon fast egal, wie er sich im Beitrag vorgestellt hat: "Ich glaube, keiner kennt mich" und "Tanzen ist weit weit weg von meiner Comfort-Zone", stellte er bescheiden auf Deutsch mit isländischen Akzent fest. Twitter ist zu diesem Zeitpunkt, also vor dem Gruppentanz, derart hin und weg, wie bei kaum anderem anderen Kandidaten in den vergangenen Jahren:

Und all die Begeisterung um Rúrik ohne, dass der Sportler auch nur einen Tanzschritt auf dem Show-Parkett gemacht hat. Und dann die Überraschung: Beim Cha Cha Cha, den er zusammen mit Ilse DeLange, Valentina Pahde und den Profi-Tänzern Evgeny Vinokurov, Andrzej Cibis und Malika Dzumaev absolvierte, überzeugte er auch tänzerisch.

Große Hoffnung auf den Isländer, der für Quoten sorgen wird

Jackpot, dachte sich da auch die Jury, die begeistert war von dem 33-Jährigen: "Unser Brad Pitt hier, ich habe schon von oben nach dir geschaut", kam Juror Jorge Gonzalez gleich bei der Bewertung ins Schwärmen. Und auch der sehr kritische Wertungsrichter Joachim Llambi zeigte sich wohlwollend: "Wir können viel von dir erwarten", richtete er zuversichtliche Worte an den ehemaligen Mittelfeld-Spieler.

Einen Fußball-Seitenhieb konnte sich Llambi dabei allerdings auch nicht verkneifen:

"Du hast beim SV Sandhausen gespielt. Da bist du hier besser aufgehoben. Hier ist die erste Liga des deutschen Fernsehens."

Fies, denn der Verein kämpft gerade um den Erhalt in der zweiten Bundesliga. Rúrik ist der Mannschaft allerdings "nur" noch emotional verbunden, er gab im November 2020 sein Karriereende als Fußballer bekannt.

Aussehen stimmt, Tanzleistung stimmt – die 14. Staffel von "Let's Dance" scheint innerhalb einer Stunde schon ihren Favoriten hervorgebracht zu haben. Einigen geht das Reduzieren des Kandidaten auf seinen Look allerdings schon zu weit. Ein User gibt zu bedenken: "Würden Männer eine Frau so sehr auf ihr Aussehen reduzieren, wie es gerade zig Frauen bei Rúrik Gíslason tun, wäre es Sexismus." Es bleibt abzuwarten, wie sich die Stimmung in den kommenden Wochen entwickelt

Übrigens wird in der aktuellen Staffel auf Diversität viel Wert gelegt: Mit Auma Obama tanzt eine Schwarze Frau mit, eine kenianische Germanistin, Journalistin und Autorin – und Halbschwester des früheren US-Präsidenten Barack Obama. Der ehemalige "Prince Charming" Nicolas Puschmann wird erstmals in der Geschichte von "Let's Dance" mit einem männlichen Profi-Tänzer tanzen.

(cfl)