Messerattacke in Chemnitz: Gericht verurteilt Angeklagten zu neuneinhalb Jahren Haft

Knapp ein Jahr nach dem tödlichen Messerangriff auf einen Deutschen in Chemnitz ist ein 24 Jahre alter Angeklagter zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Chemnitz sprach den Syrer am Donnerstag in Dresden wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung schuldig.

Der Syrer soll der Anklage zufolge Ende August vergangenen Jahres am Rande des Chemnitzer Stadtfests gemeinsam mit einem flüchtigen tatverdächtigen Iraker den 35-jährigen H. erstochen haben.

Das Chemnitzer Landgericht, das den Prozess aus Sicherheitsgründen im Oberlandesgericht Dresden führte, folgte mit seinem Urteil weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die zehn Jahre Haft gefordert hatte. Die Verteidigung hatte hingegen auf einen Freispruch aus Mangel an Beweisen plädiert.

Gewalttat in Chemnitz löste ausländerfeindliche Demonstrationen aus

Der Angeklagte und der flüchtige Verdächtige sollen im Streit mehrfach mit Messern auf H. eingestochen haben. Dieser starb unmittelbar nach der Tat. Zudem sollen die Angeklagten einen weiteren Mann durch einen Stich in den Rücken verletzt haben. Der verletzte Zeuge sowie H.s Mutter und Schwester traten im Prozess als Nebenkläger auf.

Die Gewalttat löste in Chemnitz eine Reihe ausländerfeindlicher Demonstrationen und teils gewaltsame Ausschreitungen von Rechtsextremen aus, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten. Auch die AfD und die Pegida-Bewegung versuchten, den Fall für ihre politischen Zwecke zu missbrauchen

(hau/dpa)

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