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Teile der Eintracht-Fans haben eine klare Meinung zu Andy Möller. Bild: imago images/osnapix

"Andy Möller Hurensohn" – was hinter dem Frankfurt-Banner gegen den Ex-Star steckt

Es war ein trauriger Abend in Frankfurt. Nach den fulminanten Europapokal-Auftritten in der vergangenen Saison musste sich die Eintracht zum Auftakt der Europa League mit 0:3 im heimischen Stadion Arsenal London geschlagen geben. Die Eintracht-Fans im Stadion fielen unterdessen mit einem beleidigenden Protestbanner gegen einen ehemaligen Weltmeister auf.

Teile der Eintracht-Fans hatten ein Banner vorbereitet und gegen Ex-SGE-Profi Andy Möller geschossen: "2017: 'Zur Eintracht habe ich keine Verbindung. Mit Frankfurt habe ich nichts zu tun.' – Andy Möller Hurensohn!" Zu dem Protestbanner im Stadion hatten die "Ultras Frankfurt 1997" Flugblätter mit dem Titel "Nein zu Möller!" verteilt, auf denen sie die Kritik am ehemaligen Profi erklärten.

Hintergrund seien die fortgeschrittenen Vertragsgespräche zwischen der Eintracht und Möller. Der Welt- und Europameister soll neuer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des Klubs werden. Beide Seiten hätten weitgehend Einigkeit erzielt, hieß es zuletzt in der Presse.

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Andy Möller ist bei einigen Eintracht-Fans nicht in guter Erinnerung geblieben, nicht zuletzt weil er zwischen 2008 und 2011 Manager des Erzrivalen Kickers Offenbach war. Bild: imago/Picture Point LE

Die Ultras schrieben dazu: "Ohne den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen prüfen zu können, müssen wir uns zu dieser Personalie äußern. Denn eine solche Verpflichtung darf noch nicht einmal ein Gedankenspiel sein. Für Andreas Möller ist bei Eintracht Frankfurt kein Platz." Zwar habe der gebürtige Frankfurter in der Jugend und auch als Profi bei der Eintracht gespielt, doch danach sei er "durch Lügen, gebrochene Absprachen und distanzierende Aussagen" aufgefallen.

Die Fans kritisierten unter anderem das Zitat von Möller aus dem Jahr 2017, in dem er sich im Zuge des DFB-Pokalfinals zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund deutlich von Stadt und Verein distanziert haben soll. Möller spielte in seiner Zeit als Profi auch für den BVB (1987 - 1990 und 1994 - 2000).

Im Spiel setzten nur die effizienten Londoner Statements: Joe Willock (38. Minute), Bukayo Saka (85.) und Pierre-Emerick Aubameyang (88.) nutzten die nur wenigen Arsenal-Torchancen für drei Treffer. Die Niederlage gegen den Favoriten der Gruppe F setzt die Eintracht in den kommenden Europa-League-Spielen am 3. Oktober bei Vitória Guimarães und am 24. Oktober gegen Standard Lüttich unter Druck.

Ob Andy Möller da dann schon bei der Eintracht angestellt ist, steht auf einem anderen Papier.

(bn)

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