Anna Sorokin will momentan unter die Künstlerinnen gehen.
Anna Sorokin will momentan unter die Künstlerinnen gehen.Bild: dpa / Richard Drew

Anna Sorokin: So will sie nach Netflix-Serie im Gefängnis an Geld kommen

24.03.2022, 16:22

Anna Sorokin ist durch die Netflix-Serie "Inventing Anna" über ihren Fall in aller Munde. Sie schaffte es jahrelang, sich in New York City als reiche deutsche Erbin auszugeben und so unrechtmäßig an kurzzeitigen Reichtum in der New Yorker High Society zu kommen. Ihr großer Traum sei es dabei immer gewesen, in der US-Metropole einen exklusiven Kunst-Klub zu eröffnen. Das dafür nötige Geld bekam sie von diversen Banken, indem sie auch hier vorlog, in absehbarer Zeit auf einen millionenschweren Treuhandfond zugreifen zu können.

Im Mai 2019 wurde Sorokin zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, wegen guter Führung und Zeit in Untersuchungshaft kam sie allerdings 2021 wieder auf freien Fuß. Noch im gleichen Jahr landete die 31-Jährige aber wieder hinter Gittern, dieses Mal, weil sie ihr Visum überzogen hatte. Aktuell befindet sie sich bei der US-Einwanderungsbehörde ICE in Haft und wehrt sich so vehement wie erfolgreich gegen ihre Abschiebung. In der vergangenen Woche wurde ihre Ausreise verschoben.

Auch wenn Netflix Sorokin für den Erwerb der Rechte an ihrer Story eine Summe über 320.000 US-Dollar gezahlt haben soll, ist unter anderem aus Interviews mit ihrem Vater bekannt, dass sie nach wie vor Geldprobleme hat. Das Geld des Streaming-Anbieters sei bereits für die Entschädigung von diversen Finanzinstituten draufgegangen. Nun hat die verurteilte Hochstaplerin allerdings eine neue Geldquelle aufgetan.

Anna Sorokin will selbst gemalte Bilder verhökern

Wie das US-Newsportal "Page Six" berichtet, soll Sorokin selbst gemalte Bilder, die sie im Gefängnis anfertigt, zum Verkauf anbieten wollen – und bei den Zeichnungen soll es sich um keine Schnäppchen handeln: Die einzelnen Stücke sollen mit 10.000 Dollar zu Buche schlagen.

Einen Verkaufsassistenten habe die Wahl-Amerikanerin ebenfalls schon aufgetan: Chris Martine helfe ihr, die Bilder an den hoffentlich gutbetuchten Käufer zu bringen. Er hoffe auf rund 20 fertige Werke, um eine für April angedachte Vernissage und Ausstellung anleiern zu können. Martine sei es gelungen, das dafür passende Papier ins Gefängnis zu bringen. Und auch für den beachtlichen Kaufpreis hat er eine Begründung parat:

"Oftmals geht es bei Kunstwerken nicht nur um das visuelle Element, sondern auch um die Geschichte dahinter, und das ist es, was die Leute wirklich kaufen."

Ob den angesprochenen Kunstinteressenten die Geschichte von Sorokin tatsächlich fünfstellige Summen wert sind, bleibt dabei aber wohl abzuwarten. Ausschließlich VIPs sollen im kommenden Monat die Möglichkeit bekommen, vorab die Bilder von Sorokin zu begutachten.

Aber auch ein gewisses künstlerisches Talent will Martine in Sorokins Bildern erkennen: "So viele Menschen sind fasziniert von dem, was passiert ist, und von der Aufmerksamkeit, die sie erhält. Es ist eine Möglichkeit für sie, ihre Geschichte auf eine Art und Weise zum Ausdruck zu bringen, die dauerhaft ist", erklärt er gegenüber "Page Six" weiter.

Auf den Bildern ist meist Sorokin selbst idealisiert zu sehen, verziert mit selbstgefälligen Sprüchen. Auf einem Bild ist sie beispielsweise Kaffee schlürfend auf einer Couch zu sehen, wie sie Artikel der "New York Post" über sich selbst liest. Die gezeichneten Klamotten versah sie zudem mit Markennamen und schrieb dazu: "Die 'New York Post' hat mich zu 15 Jahren verurteilt, aus mir eine Lesbe gemacht, mich verheiratet und mich deportiert. Frech. Ich liebe es."

(cfl)

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