Prinz Harry sprach bei Oprah Winfrey auch über seinen Vater Charles.
Prinz Harry sprach bei Oprah Winfrey auch über seinen Vater Charles.
Bild: dpa / [b'Joe Pugliese', b'Harpo Productions']

Harry über sein Zerwürfnis mit Vater Charles: "Fühle mich wirklich im Stich gelassen"

08.03.2021, 15:49

Das von Oprah Winfrey geführte Interview mit Meghan und Harry wurde seit Tagen mit Spannung erwartet. Dass es brisante Aussagen enthalten wird, war bereits vor der Ausstrahlung durchgesickert. Und so war es auch: Es ging um Rassismusvorwürfe, fehlenden Schutz, Meghans Suizidgedanken und auch das Verhältnis zwischen Prinz Harry und seinem Vater Charles und Bruder William.

Harry zeigte sich in dem Gespräch von seinem Vater schwer enttäuscht. Er fühle sich von ihm "wirklich im Stich gelassen".

Mit Prinz Charles und William ist das Verhältnis angespannt.
Mit Prinz Charles und William ist das Verhältnis angespannt.
Bild: Getty Images/ Pool

Harry sieht sich selbst im royalen System gefangen. Davon habe er jedoch selbst nichts gemerkt, bis er Meghan kennenlernte. "Mein Vater und mein Bruder sind immer noch gefangen. Sie können nicht einfach gehen", stellte er hinsichtlich seiner Familie klar. Deshalb sei es auch so schwierig gewesen, seinem Vater zu vermitteln, dass er die Firma, wie das Königshaus gerne genannt wird, mit seiner Familie verlassen wolle. Das Ganze ging so weit, dass er irgendwann Charles' Anrufe nicht mehr entgegengenommen habe.

Prinz Harry über Vater Charles: "Es gibt viel aufzuarbeiten mit ihm"

Wenn es um die Beziehung zu seinem Vater geht, wird Harry regelrecht emotional: "Es gibt viel aufzuarbeiten mit ihm. Ich fühle mich hängengelassen. Es hat schon einmal etwas Ähnliches durchgemacht und weiß, wie schmerzhaft das ist. Ich werde ihn immer lieben, aber es ist viel Verletzendes vorgefallen. Es wird weiterhin meine Priorität bleiben, die Beziehung von uns zu retten. Sie wissen eben auch nur, was sie gesagt bekommen."

Damit spielt Harry und auch auf die Geschehnisse rund um seine Mutter Diana an. Die hatte sich einst ebenfalls vom Königshaus abgewendet, nachdem sie von der britischen Presse seit ihrer Hochzeit mit Prinz Charles verfolgt wurde. Sie starb am 31. August 1997 im Alter von 36 Jahren, als ihr von Paparazzi gejagter Wagen in Paris in einem Tunnel an einen Pfeiler raste.

Doch nicht nur über das Verhältnis zu seinem Vater sprach Harry in dem Interview offen, auch sein Bruder William wurde thematisiert. Er erklärte, warum die beiden aktuell auf Abstand gehen: "Er ist mein Bruder, wir sind zusammen durch die Hölle gegangen. Wir sind auf verschiedenen Lebenspfaden. Aber Zeit heilt alle Wunden."

Harry betonte aber auch, dass er sowohl mit seinem Vater als auch seinem Bruder angesichts ihrer Lage "riesiges Mitgefühl" habe. Doch seine Frau Meghan und er hätten "alles getan, was wir konnten", um in der königlichen Familie zu bleiben. "Ich bin traurig, dass passiert ist, was passiert ist", stellte Harry klar.

(jei)

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