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So unterschiedlich können Fotos aussehen: Danae Mercer hinterfragt gängige Schönheitsideale. bild: screenshot instagram / danaemercer

Influencerin deckt mit eigenen Fotos Social-Media-Heuchelei auf

Auf Instagram kursieren jede Menge Fotos von jungen, durchtrainierten Menschen, die vorgeben, den vermeintlich "perfekten" Körper zu haben. Doch die Fotos sind meistens geschönt, aus günstigen Winkeln und unter speziellen Lichtverhältnissen aufgenommen. Als Reaktion darauf entstand ein Trend, der diese Tricks aufdeckt. Unter dem Slogan „Instagram vs. Reality“ werden Aufnahmen geteilt, die zeigen, wie Körper normalerweise aussehen – ohne Beschönigung. Der Trend zeigt: Auch die Körper der meisten Instagram-Models sind gar nicht so makellos wie sie erscheinen.

Die Influencerin Danae Mercer hat sich diesem Thema intensiv gewidmet. Auf ihrem Account berichtet sie, wie sie selbst jahrelang versuchte, Schönheitsideale zu erreichen. Sie kämpfte gegen ihre Cellulite, versuchte, in kleinere Kleidergrößen zu passen und ihren Körper in der Öffentlichkeit möglichst vorteilhaft zu präsentieren.

Doch Mercer hat ihre Denkweise geändert. Nun steht sie zu ihrem Körper. Sie veranschaulicht, dass hinter vielen Bildern ein gehöriges Maß an Heuchelei steckt und möchte ihre Follower darauf aufmerksam machen, dass auf Instagram nicht alle "perfekten" Körper so sind, wie sie scheinen.

Um das zu beweisen, verrät sie die üblichen Tricks der Instagramer und zeigt, mit welchen Effekten bestimmte Aspekte vertuscht oder verstärkt werden können. Dabei gibt sie eine Anleitung, wie sich beispielsweise Lichteffekte oder bestimmte Posen zum Vorteil nutzen lassen. Demnach lässt ein weiches Licht und gewisse Schattierungen die Cellulite verschwinden.

Weitere Effekte lassen sich demnach mit der Körperhaltung erzielen. Zum Beispiel lässt ein gewölbter Rücken die Taille schmäler und den Hintern größer aussehen. Die nach oben gezogene Unterwäsche und eine gestreckte Körperhaltung lassen die Beine länger wirken. Außerdem komme es auf die Kameraposition an, die Art des Spiegels, das Öl auf der Haut und so weiter. Mit der Offenlegung dieser Tricks möchte Mercer zeigen, wie diese Art der Darstellung meistens gestellt wird.

Jeder solle sich in seinem Körper akzeptieren und nicht ständig der Perfektion hinterherlaufen, so Mercer. Sie betont, dass man sich auch in einem Körper wohlfühlen kann, der nicht dem Schönheitsideal entspricht. Sie warnt davor, sich mit Fremden auf Social-Media zu vergleichen.

"Es geht darum, vorsichtig zu sein. Und das Internet mit einem kritischen Auge zu betrachten – vor allem wenn Geld im Spiel ist."

80 Prozent der Frauen hätten Cellulite. Wenn sie ihrem 13-jährigen Ich etwas sagen könnte, wäre es, dass Körper auf verschiedene Art und Weisen schön sein können, schreibt sie unter einem ihrer Fotos.

(lau)

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