Umwelt
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Der Strand von Chia an der Südküste Sardiniens. Die italienische Insel gilt wegen seiner weißen Strände und dem türkisfarbenen Meer als Karibik Europas. Bild: imago/robertharding

Touristen wollen Sand als Souvenir mitnehmen – jetzt droht ihnen eine Haftstrafe

Manchmal möchte man den Strand am liebsten mit nach Hause nehmen – 40 Kilogramm Sand, aufgeteilt auf 14 Plastikflaschen, fertig ist das perfekte Urlaubssouvenir. Das dachte sich ein Paar aus der französischen Stadt Toulon.

Doch die beiden machten diese Rechnung ohne die "Guardia di Finanzia". Die italienische Finanzpolizei filzte den SUV der Urlauber auf der Fähre Richtung französisches Festland, so flog der Delikt auf.

Nun droht den Sanddieben wegen Diebstahls öffentlichen Eigentums eine Haftstrafe zwischen einem und sechs Jahren. Das berichten mehrere italienische Medien, unter anderem der "Corriere della Sera".

Das Paar habe den Sand am Strand von Chia im Süden Sardiniens entwendet. Dass das in Italien verboten ist, hätten sie aber nicht gewusst. Doch der Sand gilt dort als öffentliches Eigentum, das der Allgemeinheit zusteht. Eine Entnahme von Sand ist streng untersagt.

Das Auswärtige Amt warnt auf seiner Webseite: "Die Mitnahme von Sand an den Stränden ist in Italien untersagt. In Sardinien ist jede Art von Veränderung der Sandstrände oder die Mitnahme von Sand, Kiesel oder Quarzgestein, auch nur in kleinster Menge, gesetzlich verboten. Bei Nichtbeachtung dieser gesetzlichen Norm werden Sanktionen in Höhe von 500 Euro bis 3000 Euro verhängt."

Wenn Sand vom Strand entwendet wird, kann das Umweltschäden nach sich ziehen, Arten bedrohen, Pflanzen und Korallen schädigen.

Auch ein gefährlicher Eingriff in die Natur:

(as)

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