Superfoods kommen oft von weither – es gibt aber auch regionale Lebensmittel mit extrem guten Nährwerten.
Superfoods kommen oft von weither – es gibt aber auch regionale Lebensmittel mit extrem guten Nährwerten.
Bild: iStockphoto / Lisovskaya
Gute Nachricht

Statt Avocado und Chiasamen: Diese Superfoods gibt es regional

08.02.2021, 12:09

Superfoods liegen schon seit ein paar Jahren im Trend, immer wieder kommt ein neues Lebensmittel dazu, das angeblich extrem gesund ist und uns Superkräfte verleiht. Zu den Klassikern gehören Avocado, Chiasamen, Gojibeeren, Quinoa, Açaí und Matcha Tee – es gibt aber auch Alternativen, die keine stundenlange Flugreise hinter sich und daher eine deutliche bessere Klimabilanz haben.

Hinzu kommt, dass die exotischen Produkte in der Regel ziemlich teuer sind. In Deutschland gibt es aber viele Lebensmittel, die die gleichen Nährstoffwerte haben, dazu frischer und günstiger sind.

Hagebutte, Sanddorn und Schwarze Johannisbeere statt Gojibeere

Der Star unter den heimischen Superfoods ist die Hagebutte. Sie liefert mit Abstand die größte Menge Vitamin C unter den regionalen Lebensmitteln – laut Geo insgesamt 1,25 Gramm pro 100 Gramm. Damit schlägt sie auch die Gojibeeren um Längen, die hat nämlich bei der gleichen Menge nur 0,0048 Gramm Vitamin C. Ein weiteres Plus: Die Hagebutte hat eine entzündungshemmende Wirkung. Hagebutten kann man roh (dann sind sie allerdings ziemlich sauer), getrocknet, oder als Pulver in Smoothies und Säften essen.

Auch Sanddornbeeren sind sehr nährstoffreich, sie haben ebenfalls viel Vitamin C und darüber hinaus B-Vitamine, Vitamin E und viele Mineralstoffe. Das Gleiche gilt für Schwarze Johannisbeeren, sie liefern neben Vitamin C auch Kalium und Ballaststoffe sowie eine große Portion der entzündungshemmenden Pflanzenstoffe Anthocyane.

Leinsamen statt Chiasamen

Chiasamen haben einen hohen Gehalt an Protein und Omega-3-Fettsäuren, Leinsamen toppt diese Werte jedoch. Auch hinsichtlich Ballaststoffen können Leinsamen mit Chia mithalten und sättigen genauso gut. Wer sich Leinsamen kaufen will, sollte aber genau hinschauen: Die Verbraucherzentrale warnt davor, dass Leinsamen immer öfter aus China nach Deutschland geliefert werden, es gibt aber auch regionale.

Walnüsse statt Avocado

Zugegeben, auf dem Frühstückstoast macht sich die Walnuss längst nicht so gut wie die cremige Avocado. Betrachtet man aber nur die Nährwerte, kann die Walnuss als gute Alternative zur Avocado angesehen werden. Denn was beide so besonders macht, ist der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, die das Herz-Kreislaufsystem positiv beeinflussen und so zum Beispiel das Herzinfarkt-Risiko senken können. Im Gegensatz zur Avocado können Walnüsse auch gut in Deutschland wachsen und sind lange lagerfähig – das macht sie zu einer guten heimischen Alternative zu Avocado.

Hirse statt Quinoa

Als Beilage kann man Quinoa genauso wie Reis oder Couscous verwenden – es ist eine super Protein- und Eiweißquelle, deswegen gilt es als Superfood. Das Gleiche gilt allerdings auch für Hirse, die in Deutschland wächst und nicht von weit her zu uns auf die Teller kommt.

Weitere regionale Superstars

Dass Grünzeug gut für uns ist, ist wohl kein Geheimnis. Neben Spinat und Grünkohl sind aber auch Brennnessel, Bärlauch und Petersilie echte Vitamin-Bomben. Auch Meerrettich sollte man im Winter hin und wieder zu sich nehmen, er hat in dieser Zeit sogar Saison. Er enthält mehr als doppelt so viel Vitamin C wie eine Zitrone, ist reich an den Vitaminen B1, B2, B6 und Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium.

Zu guter Letzt: Kohl. Und zwar in allen denkbaren Varianten. Egal ob Rosenkohl, Blumenkohl, Kohlrabi oder Rotkohl – sie alle versorgen uns mit vielen wichtigen Stoffen, die uns dabei helfen, den Winter ohne Erkältungen zu überstehen.

(sb)

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