FILE - In this Aug. 20, 2020, file photo, President Donald Trump's former chief strategist, Steve Bannon, speaks with reporters in New York after pleading not guilty to charges that he ripped off donors to an online fundraising scheme to build a southern border wall. Trump is expected to pardon Bannon, Wednesday, Jan. 20, 2021, as part of a flurry of last-minute clemency action that appears to be still in flux in the last hours of his presidency. (AP Photo/Eduardo Munoz Alvarez, File)

Steve Bannon ist eine der einflussreichsten Stimmen der Neuen Rechten. Bild: ap / Eduardo Munoz Alvarez

Donald Trump begnadigt Ex- Chefstrategen Steve Bannon

Unmittelbar vor dem Ende seiner Amtszeit als US-Präsident hat Donald Trump Medienberichten zufolge seinen einstigen Chefstrategen Steve Bannon begnadigt. Das berichteten die "New York Times" und die "Washington Post" in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf Mitarbeiter des Weißen Hauses. Eine offizielle Bestätigung aus dem Weißen Haus lag zunächst nicht vor. Der Sender CNN hatte zuvor gemeldet, Trump habe in den letzten Stunden seiner Amtszeit die Entscheidung getroffen, Bannon zu begnadigen.

Bannon war 2016 zu Trumps Team gestoßen und übernahm die Leitung des Wahlkampfs. Dem 67-Jährigen wird ein maßgeblicher Anteil am damals überraschenden Erfolg Trumps zugeschrieben. Nach dem Wahlsieg wurde Bannon Trumps Chefstratege, musste aber 2017 seinen Hut nehmen. Kritiker werfen Trump vor, vom Begnadigungsbefugnis insbesondere für ihm nahe stehende Personen Gebrauch gemacht zu haben. Kurz vor Weihnachten hatte er bereits mehrere loyale Weggefährten begnadigt, darunter den einstigen Leiter seines Wahlkampfteams, Paul Manafort.

Vordenker der Neuen Rechten

Bannon ist Mitgründer der Internetplattform "Breitbart" und gilt als eine der wichtigsten Figuren der Neuen Rechten weltweit. Er war im Sommer festgenommen worden wegen Vorwürfen, Geld aus einer Online-Spendenaktion für den Bau einer Mauer zu Mexiko abgezweigt zu haben. Bannon plädierte auf nicht schuldig und wurde gegen Kaution freigelassen. Er stellt sich als Opfer politischer Verfolgung dar. Das Gerichtsverfahren in dem Fall sollte im Mai 2021 beginnen.

(om/dpa)

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