Am Boden, aber nicht sicher: CD Projekt geht es seit dem Release von "Cyberpunk 2077" nicht wirklich gut.
Am Boden, aber nicht sicher: CD Projekt geht es seit dem Release von "Cyberpunk 2077" nicht wirklich gut.
Bild: CD Projekt/Screenshot

Der Scherbenhaufen wächst: "Cyberpunk 2077"-Entwickler wird von Hackern erpresst

09.02.2021, 15:15

Irgendwie ist bei CD Projekt der Wurm drin. Seit der Veröffentlichung von "Cyberpunk 2077" im Dezember letzten Jahres läuft es bei dem sonst so erfolgreichen Entwicklerstudio überhaupt nicht. Das Spiel war mit Fehlern übersät, auf dem Computer war es kaum, auf der Konsole überhaupt nicht spielbar. Trailer versprachen aber etwas Anderes.

Es folgten Vorwürfe von Spielerinnen und Spielern, die sich über falsche Versprechungen ärgerten; von Investoren, die wegen absichtlicher Irreführung Sammelklage einreichten; von Sony, die das Spiel kurzerhand aus dem Playstationstore entfernten.

Auch wir waren nicht begeistert von dem Spiel.

Kurzum: alles nicht ganz einfach für CD Projekt. Leider zieht der Unglücksrabe weiterhin seine Kreise über dem Konzern. Hacker haben sich wohl Zugang zum Firmennetzwerk verschafft und einige Daten abgezogen. Das bestätigte der Konzern kürzlich via Twitter.

Unter den gestohlenen Daten befinden Quellcodes, die DNA eines Computerprogramms, zu "The Witcher 3: Wild Hunt" und "Cyberpunk 2077". Zusätzlich konnten die Hacker vertrauliche Unterlagen aus der Finanz- und Personalabteilung erbeuten. Persönliche Daten von Spielerinnen und Spielern seien nicht dabei. Da CD Projekt Plattformen wie "GOG.com" unterhält, über die es möglich ist, Games zu kaufen, ist das erstmal eine gute Nachricht.

Es folgt eine Drohung

Das Material wollen die Hacker veröffentlichen sowie an ausgewählte Journalisten weiterleiten, wenn sich CD Projekt nicht bei ihnen binnen 48 Stunden meldet. Kein Datenklau ohne Erpressung, will man meinen. In einer Stellungnahme von CD Projekt heißt es:

"Wir werden weder auf Forderungen noch auf Verhandlungen mit dem Täter eingehen – auch wenn wir uns dessen bewusst sind, dass dies möglicherweise zur Veröffentlichung der Daten führt."

Erste Schritte habe der Konzern bereits eingeleitet, um mit den möglichen Konsequenzen umzugehen: Betroffene Personengruppen seien zum Beispiel informiert worden. Auch die Behörden seien mittlerweile eingeschaltet.

(tkr)

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