Game of Thrones
Bild

bild: Credit: watson Montage/imago/hbo

"Game of Thrones": HBO-Chef über "GoT"-Ende und die harte Kritik an der 8. Staffel

Seit der Veröffentlichung der letzten Folge der achten und damit finalen Staffel "Game of Thrones" am Sonntag in den USA sind nun bereits ein paar Tage vergangen. So mancher eingefleischter "GoT"-Fan fragt sich: Und jetzt?

Werden wir von Jon Snow, Arya Stark, Tyrion Lannister und Bran dem Gebrochenen nie wieder etwas hören? Auf Deutsch: Wird es eine Fortsetzung der mit Preisen überhäuften Serie geben?

Bevor wir diese Frage beantworten, müssen wir zunächst einmal realistisch sein – und sagen:

Bild

Bild: HBO

Schelte der "GoT"-Fans? Keine Überraschung

Gegenüber dem US-Magazin "Deadline" hat sich nun Casey Bloys, der Programm-Chef des Senders HBO, wo "Game of Thrones" seit seinem Start in den USA zu sehen war, zu dem Abschluss des Finales geäußert – und auch verraten, welche Chancen eine "GoT"-Fortsetzung aus seiner Sicht hat.

Die Wut über den Ausgang der achten Staffel habe ihn – im Gegensatz zu vielen Fans – nicht überrascht, erzählt Bloys im Interview: "Um ehrlich zu sein, bei einer so großen Show mit einer so leidenschaftlichen Fangemeinde hätte es wohl keinen Weg gegeben, alle Fans zufrieden zu stellen."

Ein Kaffeebecher als Aufreger

Die Produzenten und Hauptautoren der Fantasy-Serie, D.B. Weiss und David Benioff, hätten einen "fantastischen Job" gemacht. Die beiden hätten auch gewusst, dass man mit dem Finale nicht alle Fans habe zufrieden stellen können.

Einer der größten Aufreger der achten Staffel war nicht etwa ein dramatischer Handlungssprung (dabei gab es davon einige), sondern das Auftauchen eines Bechers einer bekannten Café-Kette in Episode vier der finalen Staffel. Dies sei jedoch kein Werbegag gewesen, sondern tatsächlich ein reines Versehen. Geld habe man für die Produktplatzierung nicht erhalten.

"Game of Thrones" bekommt kein Sequel

Seit mehreren Monaten wird in den USA und im nordirischen Belfast (wo die Dreharbeiten stattfinden) an einer Vorgeschichte zu "Game of Thrones" gearbeitet – Bloys dazu: "Es ist nicht die gleiche Show, es sind nicht die gleichen Charaktere, es ist nicht der gleiche Zeitrahmen, es ist nicht die gleiche Dynamik. Es ist ein schwieriger Weg, aber die TV-Produzenten wollen eine Show machen, die zwar aus der 'GoT'-Welt stammt, aber keine Nachbildung ist."

So weit, so vage also. Normalerweise bemühen sich Sender nach einem großen TV-Erfolg möglichst schnell, einen würdigen Nachfolger zu präsentieren. Bloys denkt da anders: "Wir werden eine Pilot-Folge drehen, und uns Zeit nehmen und es richtig machen. Ich hoffe, dass wir die Folge mögen werden und dann weiterdrehen."

Worum drehen sich die Projekte aus der "GoT"-Welt?

Wann die erste Folge der Vorgeschichte von "Game of Thrones" erscheinen könnte, ist dem Produzenten selbst noch nicht klar: Zwar sollen die Dreharbeiten schon im Juni dieses Jahres Fahrt aufnehmen, einem Sendetermin im kommenden Jahr steht der erfahrene Fernsehmacher skeptisch gegenüber. Ein solcher Zeitplan erscheine ihm "gehetzt", ganz ausschließen will er ein solches Szenario jedoch nicht.

Der "GoT"-Romanautor George R. R. Martin hatte zuletzt am Montag in einem Blogpost bekanntgegeben, an zwei weitere TV-Projekte aus der "Game of Thrones"-Welt zu arbeiten. Dazu wollte sich Bloys jedoch nicht äußern. Eine mögliche Fortsetzung mit Arya Stark, die am Ende des Finales Westereos in Richtung Westen verließ, schließt Bloys aus.

(pb)

Bist du fit genug für ein Game of Thrones Quiz?

Play Icon
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Precht greift bei Lanz Bundesregierung an: "Was ist das für ein Quatsch?"

Vielleicht fehlt Markus Lanz ja die Orientierung. Dreimal in der Woche sitzen ihm vier bis fünf Gäste in seiner ZDF-Sendung gegenüber, die ihm erzählen, was da draußen, außerhalb der Grenzen seines Hamburger Studios so passiert.

Ganz schön viele verschiedene Informationen, ganz schön viele unterschiedliche Meinungen.

Die Verödung der Innenstädte sei eine "unheilvolle Erfahrung" – und eine große Gefahr für die Demokratie: "Was hält eine Stadt noch im Innersten zusammen, wenn es keinen …

Artikel lesen
Link zum Artikel