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Willy Brandt und 4 AfDler: 11 Journalisten, die in die Politik wechselten

29.03.18, 16:03

Stefan Seibert hat einmal gesagt: Zuschauen sei ihm zu wenig gewesen. Hinter die Vorhänge der großen Politik wollte er blicken, und deshalb sei er Regierungssprecher geworden. Einem ähnlichen Ruf dürfte jetzt auch Martina Fietz gefolgt sein, die im April seine neue Stellvertreterin werden soll. Bisher war Fietz Chefkorrespondentin bei Focus online. Sie muss noch von SPD und CSU abgesegnet werden. (Die Kanzlerin bestimmt den Sprecher der Regierung, seine Vertretung bestimmen die Koalitionspartner).

Fast zeitgleich mit dieser Nachricht wechselt übrigens auch Hanno Kautz offenbar von der BILD als Sprecher in das Gesundheitsministerium von Jens Spahn.

Mittlerweile könnte man dem Wechsel weg von der Redaktion und rein in die Politik fast eine gewisse Routine unterstellen. Uns in der Redaktion sind plötzlich ganz viele Namen eingefallen, die solch einen Wechsel vollzogen haben. Auffällig viele (Männer) davon gingen übrigens zur AfD. Hier eine Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Nicolaus Fest

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Fest wechselte als stellvertretender Chefredakteur von der BILD am Sonntag zur AfD.

Reinhard Grindel

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Grindel leitete das Brüssel-Studio des ZDF, dann ließ er sich für die CDU in den Bundestag wählen. Mittlerweile ist er Präsident des DFB.

Alexander Gauland

Alexander Gauland, right, co-faction leader of the Alternative for Germany party, AfD, delivers a speech during a meeting of the German federal parliament, Bundestag, at the Reichstag building in Berlin, Germany, Wednesday, March 21, 2018. At left is German Chancellor Angela Merkel. (AP Photo/Michael Sohn)

  Bild: AP

Gauland war mal Herausgeber der Tagsezeitung Märkische Allgemeine – dann ging er mit der CDU in die Politik, jetzt leitet er die AfD. Das einzig journalistische an Gauland bleibt das Sakko und die Krawatte. 

Tabea Rößner

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Rößner ist eine Grüne seit Ewigkeiten. Sie hat allerdings eine Ausbildung zur Journalistin an der Universität Mainz absolviert.

Willy Brandt

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Ohne Willy Brandt wäre die Sozialdemokratie in Deutschland nicht weit gekommen (ja, wir wissen, dass einem zu diesem Satz momentan sehr viele Witze einfallen). Nach dem Krieg berichtete Brandt aber noch als Korrespondent skandinavische Zeitungen über die Nürnberger Prozesse.

Michael Naumann

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Naumann war irgendwie immer beides: Politiker und Journalist. Er war Chefredakteur des Cicero, aber auch für die SPD Kulturstaatsminister Deutschlands.

Susanne Gaschke

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Gaschke arbeitete für Die Zeit, bevor sie 2012 für die SPD zur Oberbürgermeisterin von Kiel wurde. Mittlerweile ist sie wieder Autorin.

Armin-Paul Hampel

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Auch Hampel war immer beides: Erst Junge Union, dann Gründungsmitglied bei der AfD. Er baute aber auch das ARD Hauptstadtbüro auf und berichtete lange als Reporter.

Leif-Erik Holm

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Holm war eigentlich mal ein Radio-Mann, unter anderem für den NDR und Antenne. Jetzt ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion.

Haben wir die wichtigsten vergessen? Vermutlich! Schreibt es uns in die Comments - sowieso... was haltet ihr vom Wechsel eines Journalisten in die Politik?

(mbi)

 

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