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 191. Sitzung des Deutschen Bundestages und Debatte Aktuell, 18.11.2020, Berlin, Die Fraktion der AfD mit einer Aktion im Bundestag bei der 191. Sitzung des Deutschen Bundestag in Berlin haelt die Fraktion Schilder und Plakate des Grundgesetz hoch. Berlin Berlin Deutschland *** 191 Session of the German Bundestag and debate Aktuell, 18 11 2020, Berlin, The AfD faction with an action in the Bundestag at the 191 session of the German Bundestag in Berlin holds up the faction signs and posters of the Basic Law Berlin Berlin Germany

Die AfD provozierte mit einer Plakat-Aktion im Bundestag. Bild: imago images / Political-Moments

AfD unterbricht Bundestagsdebatte mit Plakataktion – Schäuble greift ein

AfD-Bundestagsabgeordnete haben die Beratungen zum Infektionsschutzgesetz im Bundestag kurzzeitig mit dem Hochhalten von Plakaten gestört. Als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu einer Rede ansetzte, hielten große Teile der AfD-Fraktion im Plenarsaal weiße Plakate hoch, auf denen "Grundgesetz" stand – sowie ein schwarzer Trauerflor mit dem Datum "18.11.2020".

Einige Abgeordnete trugen zudem weiße Zettel auf der Brust mit dem Wort "Grundgesetz".

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble griff ein. Er bat die AfD-Abgeordneten, die Schilder zu entfernen. Man debattiere im Bundestag mündlich und mit Worten – aber nicht mit Plakaten, so Schäuble. Die AfD-Politiker folgten zügig der Bitte des Bundestagspräsidenten. Einen Ordnungsruf gab es nicht.

18.11.2020, Berlin: Abgeordnete der AfD, u.a. Alexander Gauland und Alice Weidel,  haben Plakate mit der Aufschrift Grundgesetz und dem heutigen Datum in der Debatte vor der Verabschiedung der Änderung des Infektionsschutzgesetzes , dem Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. In dem Gesetz sollen weitreichende Maßnahmen beschlossen werden die bei einer Lage wie der Corona Pandemie Regierungshandeln ermöglichen . Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bild: dpa / Michael Kappeler

Spahn kritisiert AfD

Die Episode dauerte nur etwas länger als eine Minute, dann setzte Spahn seine Rede fort. Aktionen dieser Art sind im Plenarsaal nicht gestattet und werden vom Präsidium in der Regel umgehend unterbunden.

Spahn nannte die Pandemie in der Debatte des Bundestags über das Bevölkerungsschutzgesetz ein "Jahrhundertereignis". Es sei letztlich egal, ob die Regierung etwas tue oder nicht, es entstehe Schaden. "Die Frage ist, wo entsteht welcher Schaden?", fragt der CDU-Politiker. Hier müsse abgewogen werden zwischen wirtschaftlichem Schaden und dem Schaden für die Gesundheit.

"Ich gebe Ihnen mein Wort: Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben", sagte Spahn in der Bundestagsdebatte. An AfD-Fraktionschef Alexander Gauland gewandt fügt er hinzu: "Hören Sie endlich auf, etwas anderes zu behaupten."

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