Bild

Bild: Swen Pförtner/dpa

Warum dieser AfD-Jugend-Politiker aus der Organisation ausgeschlossen werden soll

Seine abfälligen Äußerungen über den Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg haben nun offenbar Konsequenzen: Der Bundesvorstand der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) will nach eigenen Angaben den Ausschluss des niedersächsischen AfD-Politikers Lars Steinke beantragen.

Der Bundesvorsitzende der Organisation, Damian Lohr:

"Lars Steinke hat mit seinen Äußerungen zu Graf von Stauffenberg und zum deutschen Widerstand gegen die NS-Herrschaft nicht zum ersten Mal gegen die Ordnung der Jungen Alternative verstoßen."

Weiter sagte Lohr, dass im vergangenen Jahr bereits ein anderes Ausschlussverfahren gescheitert sei. Allerdings lediglich aus formellen Gründen.

Wie geht es jetzt weiter?

Steinke solle noch vor einer Entscheidung des Schiedsgerichts im Hauptverfahren seines Amtes als Landeschef der JA Niedersachsen enthoben werden, teilte der JA-Sprecher weiter mit. Dem Beschluss des Bundesvorstands sei eine Empfehlung des Bundeskonvents vorausgegangen.

Das Stauffenberg-Attenat:

Am 20. Juli 1944 hatten Offiziere um Oberst Stauffenberg versucht, mit einem Attentat auf Hitler die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zu beenden. Nach dem Scheitern des Umsturzversuchs wurden Stauffenberg und einige seiner Mitverschwörer noch in derselben Nacht hingerichtet.

(pb/afp)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Exklusiv

Historische Entscheidung bahnt sich an: Homosexuelle sollen einfacher Blut spenden dürfen

Am Montag ist Weltblutspendetag. Damit rückt auch eine Ungleichbehandlung bei der Blutspende in den Fokus, die seit Jahren heftig kritisiert wird: Schwule und bisexuelle Männer durften in Deutschland bis 2017 faktisch überhaupt kein Blut spenden. Seit 2017 dürfen sie das theoretisch – aber nur, wenn sie zwölf Monate zuvor keinen Sex hatten.

Diese Beschränkung könnte in Kürze fallen: Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) auf eine watson-Anfrage hervor.

Diese historische …

Artikel lesen
Link zum Artikel