Deutschland
Demonstration gegen Antisemitismus unter dem Motto 70 Jahre Israel – Solidarität mit den Juden und ihrem Staat in Zeiten wachsenden Hasses in Berlin-Mitte snapshot-photography/xK.M.Krause *** Demonstration against anti-Semitism under the motto 70 years Israel - solidarity with the Jews and their state in times of growing hatred in Berlin Mitte snapshot photography xK M Krause

Bild: imago stock&people / Rias Berlin

Diese 3 Grafiken zeigen, wie stark antisemitische Vorfälle in Berlin angestiegen sind

Es sind erschreckende Zahlen, die die Berliner Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) da präsentiert:

3 erschreckende Grafiken zu Antisemitismus

Auf Twitter veröffentlichte Rias Berlin Grafiken, um den Anstieg von judenfeindlichen Vorfällen zu illustrieren. Die Zahl der antisemitischen Angriffe stieg im Vergleich zum Vorjahr um 155 Prozent, die Zahl der antisemitischen Bedrohungen um 77 Prozent.

"Daraus lässt sich einerseits eine Zunahme verrohter Ausdrucksformen des Antisemitismus in Berlin und andererseits ein Sinken der Hemmschwelle aufseiten der Täter_innen konstatieren", heißt es dazu im Bericht von Rias Berlin.

Immer häufiger sind Einzelpersonen von antisemitischen Vorfällen betroffen, wie diese Grafik zeigt:

Rias weist auch daraufhin, dass sich antisemitische Vorfälle zunehmend an Orten ereignen, an denen es kaum Ausweichmöglichkeiten für die Betroffenen gibt; etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im eigenen Wohnumfeld.

Was ihr noch wissen müsst

Rias unterscheidet bei den Vorfällen zwischen physischer Gewalt, gezielter Sachbeschädigung, Bedrohungen und verletztendem Verhalten.

Letzteres bezeichnet sämtliche antisemitischen Äußerungen, die sich gegen jüdische oder israelische oder andere Personen und Institutionen richten. Darunter fallen auch Online-Kommentare, sofern die Äußerung direkt an eine Person oder Institution gerichtet war. Insgesamt verzeichnete Rias 831 Fälle von verletztendem Verhalten (plus 22 Prozent).

Die meisten Vorfälle konnten keinem konkreten politischen Spektrum zugerechnet werden. Insgesamt 18 Prozent der Vorfälle hatten einen rechtsextremen Hintergrund, 9 Prozent ordnete Rias israelfeindlichem Aktivismus zu.

Unter dem islamistischen Spektrum verzeichnete die Organisation 19 Vorfälle (2 Prozent). Allerdings waren sieben dieser 19 Vorfälle Bedrohungen – "das zeigt, welches Gefahrenpotential auch von diesem Spektrum ausgeht", schreibt Rias dazu.

Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) bescheinigte der Stadt am Mittwoch bei Erscheinen des Rias-Berichts ein "Antisemitismusproblem", das sich in der Gesellschaft verfestigt habe. Der Kampf gegen Antisemitismus müsse eine "Querschnittsaufgabe" sein.

(ll/dpa)

In Berlin haben Abtreibungsgegner demonstriert

#MeTwo zeigt den Alltagsrassismus in Deutschland

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Luke Mockridge im ZDF-"Fernsehgarten": Sender widerspricht bisheriger Darstellung

Link zum Artikel

Erzieherin: "Was viele Kollegen in Kitas tun, ist eigentlich Kindesmisshandlung"

Link zum Artikel

Böse Götze-Meldung lässt Fans wüten: "Mein Herz blutet"

Link zum Artikel

Almklausi kollabiert bei "Promi Big Brother" – Sat.1 wird scharf kritisiert

Link zum Artikel

Jede Menge Regelverstöße bei "Promi Big Brother" – doch der Sender ahndet das nicht

Link zum Artikel

Coutinho verrät seine Lieblingsposition – und bringt die Bayern damit in ein Dilemma

Link zum Artikel

Nach Tod von Ingo Kantorek: RTL 2 schneidet einige Szenen aus "Köln 50667"

Link zum Artikel

Segler-Paar über Gretas Segelreise: "Als würde man sich in eine Rakete setzen"

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Zlatko ist raus – warum er scheiterte und was er über Jürgen sagt

Link zum Artikel

Wie Salihamidzic die Transfers des FC Bayern vergeigte – und die Spieler dies ausnutzten

Link zum Artikel

Greta Thunberg liest auf dem Segelboot "Still" – was das über sie aussagt

Link zum Artikel

"Promi BB": Kollege von Bewohnerin stirbt – so wird Janine vom Tod erfahren

Link zum Artikel

Zuschauer stellt Höcke NPD-Frage – bei seiner Antwort schmunzelt er

Link zum Artikel

Warum der FC Bayern derzeit an sich selbst scheitert – und was das mit Sané zu tun hat

Link zum Artikel

Kuss bei "Promi Big Brother" war peinlich? Von wegen: Hier kommt Stalker Joey Heindle

Link zum Artikel

BVB-Doku auf Amazon zeigt Trauma des Anschlags – so nah waren wir noch nie dran

Link zum Artikel

Heidi Klum postet Grotten-Foto – und muss nach Shitstorm den Beitrag ändern

Link zum Artikel

Perisic richtet Worte an Sané – und erklärt, was er nach dem Bayern-Anruf tat

Link zum Artikel

Warum Whatsapp für das iPhone massiv überarbeitet werden muss

Link zum Artikel

FC Bayern stellt Perisic auf Instagram vor – viele Fans sind wütend

Link zum Artikel

"Promi Big Brother": Beliebter Kandidat sollte keine Sendezeit bekommen

Link zum Artikel

"Steh da wie ein Spacko" – Lena Meyer-Landrut kotzt sich bei ihren Fans aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Soundtrack zur Volksverhetzung: Neonazis verbreiten Hass-Musik auf Spotify und Deezer

Ihre Musik läuft auf rechtsextremen Demonstrationen und Festivals wie im thüringischen Themar. Doch der Soundtrack zu Volksverhetzung und rechter Gewalt ist mittlerweile auch auf Plattformen wie Spotify und Deezer erhältlich. Neonazi-Labels nutzen die Streamingdienste, um ihre Hassgesänge zu verbreiten und Geld zu verdienen.

Dortmund ist eine der Hochburgen der Neonazi-Szene in Westdeutschland. Rechtsextreme der Kleinstpartei "Die Rechte" treten dort zu Wahlen an, haben einen Sitz im Stadtrat. …

Artikel lesen
Link zum Artikel