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Bayern wählt – und steht vor einer politischen Zäsur

Es wird ernst. Für Söder. In Bayern. Für Seehofer. In Berlin. Nach wochenlangem teils scharf geführtem Wahlkampf wird am Sonntag in Bayern ein neuer Landtag gewählt. 9,5 Millionen Bürger sind wahlberechtigt, darunter 600-000 Erstwähler.

Der Freistaat steht damit vor einer politischen Zäsur: Denn die CSU mit ihrer Doppelspitze aus Ministerpräsident Markus Söder und Parteichef Horst Seehofer muss nach allen Umfragen mit dem Verlust ihrer absoluten Mehrheit im Landtag rechnen, wie schon bei der Wahl 2008. Die Partei wird sich dann voraussichtlich einen oder mehrere Koalitionspartner suchen müssen.

Auf Rang zwei könnten nach den Umfragen erstmals in der Geschichte des Freistaats die Grünen landen.

Offen ist auch, wie viele Parteien künftig im Landtag vertreten sein werden – möglicherweise bis zu sieben. Neben SPD und Freien Wählern dürfte auch die AfD sicher einziehen. Bangen müssen dagegen FDP und Linke – wobei die FDP in jüngsten Umfragen meist knapp über der Fünf-Prozent-Hürde lag und die Linke in der Regel knapp darunter.

Sämtliche Parteien hatten quasi bis zur letzten Minute um möglichst viele Stimmen gekämpft. Beim Wahlkampffinale der CSU am Freitagabend trat auch der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz auf, bei den anderen Parteien in der Regel die jeweiligen Bundesvorsitzenden.

Im Landtag sind insgesamt 180 Sitze sind zu vergeben, darunter 91 Direkt- und 89 Listenmandate. Durch Überhang- und Ausgleichmandate könnte die Zahl noch steigen. Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen. Mit der Erststimme wählt man einen Kandidaten in einem der 91 Stimmkreise direkt, mit der Zweitstimme einen Listen-Kandidaten einer Partei. Anders als bei der Bundestagswahl entscheidet die Summe aus Erst- und Zweitstimmen über die Sitzverteilung im Landtag. Beide Stimmen sind für die Sitzverteilung also genau gleich wichtig.

(ts/dpa)

Wie das wohl auf Bayerisch klingt? Gunda möchte das Wort Vulvalippen etablieren!

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Video: watson/Gunda Windmüller, Lia Haubner

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