Deutschland
Symbolbild zur drohenden Aufspaltung der Partei und Bundestagsfraktion Alternative für Deutschland AfD nach dem Austritt von Frauke Petry: Parteilogo mit Spalt *** Symbol image to threat splitting the Party and Federal parliamentary group Alternative for Germany AFD after the Exit from Frauke Petry Party logo with Gap

imago/Ralph Peters/McPHOTO/watson-montage

Von wegen Protestwähler: Umfrage zeigt rechtsextreme Überzeugung vieler AfD-Anhänger

Die These ist im Grunde so alt wie die AfD selbst: AfD-Wähler würden die Rechtspopulisten aus Protest wählen, nicht aus Überzeugung. Eine Stimme für die AfD sei vielmehr ein Denkzettel gegen die anderen, etablierten Parteien. Diese Erzählung hält sich hartnäckig, doch sie bekommt immer mehr Risse.

Dass nämlich ein Großteil der AfD-Wähler ziemlich genau weiß, was er wählt und dies weniger aus Protest als aus Überzeugung tut, zeigen jetzt auch Zahlen.

Laut einer aktuellen Forsa-Untersuchung sind rechtsextreme Überzeugungen in der AfD-Wählerschaft weit verbreitet. Sie sind ähnlich ausgeprägt wie in früheren Zeiten bei den Anhängern der NPD, DVU oder Republikanern.

In der Forsa-Untersuchung heißt es:

"Die AfD-Anhänger zeichnen sich durch große Nähe zu rechtsradikalen Bewegungen und durch extreme Fremdenfeindlichkeit aus. Sie sind für völkisches Gedankengut anfällig und haben große Distanz zum demokratischen System."

Das Meinungsforschungsinstituts Forsa hat dazu 2510 Wahlberechtigte befragt.

Die Ergebnisse im Überblick:

Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

Schlussstrichforderung und Antisemitismus

(ts)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0

Interview

Heilpraktikerin heizte Corona-Demonstranten an – sie ist kein Einzelfall

Reichskriegsflaggen neben Regenbogenfahnen, Dreadlocks neben kahl rasierter Glatze. Es war eine merkwürdige und sehr bunte Mischung an Menschen, die sich am vergangenen Samstag in Berlin zur Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen traf. Längst nicht alle hatten einen rechtsradikalen Hintergrund oder glaubten an Verschwörungsmythen.

Einige Anliegen waren ganz rational nachvollziehbar: Menschen, die sich in ihrer beruflichen Existenz bedroht sehen, Freiberufler aus dem Veranstaltungsbereich, die …

Artikel lesen
Link zum Artikel