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Ein Arzt auf einer Intensivstation. Bild: dpa / Marijan Murat

Pfleger warnt vor Überlastung – und sagt, was es jetzt braucht

Die Corona-Krise hält die Welt in Atem. Von der Wirtschaft bis in den privaten Bereich hinein sind so gut wie alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens betroffen. Milliardenschwere Hilfsfonds sollen wirtschaftliche Schäden abfangen. In Krankenhäusern sollen schnell Kapazitäten zur Intensivbehandlung erhöht werden, Schutzausrüstung soll bereitgestellt werden.

In den Krankenhäusern wird sich letzten Endes entscheiden, wie gut wir durch die Corona-Krise kommen. Zwar versichert die Bundesregierung, dass genügen Kapazitäten zur Behandlung von Intensivpatienten zur Verfügung stehen, mehr als in anderen europäischen Staaten.

Krankenpfleger warnt eindringlich

Allerdings benötigen diese Betten auch Pflegepersonal. Und das warnt schon jetzt davor, dass es bereits vor der Krise am Rande der Maximalbelastung gearbeitet habe. Krankenpfleger Alexander Jorde veröffentlichte dazu am Freitag eine längere Twitter-Nachricht.

Darin schreibt Jorge unter anderem: "Wir müssen bald deutlich mehr Patienten versorgen und das bei gleichzeitig höherem Aufwand bei Schutzausrüstung und Hygiene (...)."

Dies Krise, so der Sozialdemokrat weiter, decke auf einen Schlag auf, wovon die Pflegenden seit Jahren oder Jahrzehnten berichten:

"Wir können nicht mehr."

Weil auch Pflegerinnen und Pfleger unter den Infizierten sein werden, weil für manche dieser wichtigen Personengruppe die Kinderbetreuung fehle und es statt Geld "nur warme Worte" gebe, fordert Jorde ausdrücklich:

Für seine eindringlichen Worte bekommt Jorde viel Zustimmung. Ein Follower verlinkte etwa Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unter der Twitter-Nachricht. Ein anderer schreibt: "Vollster Respekt für Ihre Arbeit! Ich hoffe, Sie bekommen jede Unterstützung, die ihnen zusteht und gebührt.

(pcl)

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