Restaurant, Staendige Vertretung , Schiffbauerdamm, Mitte, Berlin, Deutschland Restaurant Staendige Vertretung Schiffbauerdamm Mitte Berlin Deutschland

Restaurant  Representation Schiffbauerdamm centre Berlin Germany Restaurant  Representation Schiffbauerdamm centre Berlin Germany

Die "Ständige Vertretung" liegt am Spreeufer in Berlin. Bild: imago stock&people / Schöning

Berühmte Polit-Kneipe "Ständige Vertretung" erteilt Merkel und Scholz Hausverbot

Hausverbot für Angela Merkel und Olaf Scholz: Als Reaktion auf die verordnete Schließung aller Gaststätten ab diesem Montag möchte die legendäre Berliner Polit-Kneipe "Ständige Vertretung" (StäV) der Bundeskanzlerin, dem Finanzminister und weiteren Spitzenpolitikern kein Kölsch mehr ausschenken und auch kein Eisbein mehr servieren. Die erneute Zwangsschließung sei eine Katastrophe für die Gastronomie, sagte Geschäftsführer Jörn Peter Brinkmann der Deutschen Presse-Agentur am Samstag und warf der Bundesregierung bei ihrer Corona-Politik Aktionismus statt überlegtes Handeln vor.

In einem Video auf Facebook erklärten Brinkmann und sein Partner Jan Philipp Bubinger, die Politik habe die Zeit seit April nicht genutzt, um das Land auf eine zweite Corona-Welle vorzubereiten. Die "StäV" etwa habe dagegen aufwendig Vorsorge getroffen, um ihre Gäste zu schützen. Eine Schließung der Gaststätten sei nicht nachzuvollziehen. Brinkmann rief seine Kollegen in der Gastronomie auf, sich dem Hausverbot gegen die Politiker anzuschließen.

 Pressekonferenz zur Vorstellung des Konjunkturpaketes nach dem Koalitionsgipfel von SPD und CDU/CSU. Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, und Bundesfinanzminister Olaf Scholz, SPD. vl. Berlin 03.05.2020 Berlin Deutschland *** Press conference to present the economic stimulus package after the coalition summit between SPD and CDU CSU Federal Chancellor Angela Merkel, CDU, and Federal Finance Minister Olaf Scholz, SPD vl Berlin 03 05 2020 Berlin Germany Copyright: xThomasxImo/photothek.netx

Dürfen nicht mehr rein: Angela Merkel und Olaf Scholz. Bild: www.imago-images.de / Thomas Imo/photothek.net

Hausverbot auch für Michael Müller und Markus Söder

Der Bann der "StäV" trift auch Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller und Gesundheitssenatorin Dilek Kalyci (beide SPD) sowie Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Davor hatte die "B.Z." berichtet. Merkel und Scholz seien bereits in der "Stäv" gewesen, von Söder wisse er es nicht genau, sagte Brinkmann.

Allerdings zeigte sich der Wirt versöhnlich. Würde die Kanzlerin irgendwann dennoch zur "StäV" kommen ("jetzt geht es ja nicht, wir müssen ja schließen") würde er zunächst das Gespräch mit ihr suchen.

Die "StäV" mit ihrem rheinländischen Flair neben dem Bahnhof Friedrichstraße war 1997 von zwei Bonner Gastwirten in Berlin gegründet worden – zunächst vor allem für die Umzügler aus Ministerien und Ministerin nach Berlin. Brinkmann und Bubinger hatten das Lokal vor drei Jahren übernommen.

(hau/dpa)

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kolos 01.11.2020 13:49
    Highlight Highlight Ich solidarisiere mich mit dieser Polit-Kneipe. Die Politiker gehe zu weit, ohne Rücksicht auf Veruste. Ohne Rücksicht auf die Menschlichkeit und auf menschliche Bedürfnisse und Bedarf. So wie die Politiker agieren ist brandgefährlich. Es fehlt die Kontrolle , denn sie missbrauchen ihre Macht
    • Thorsten 01.11.2020 16:03
      Highlight Highlight Leute wie sie sind gefährlich mit ihren Halbwahrheiten und Übertreibungen. Wenn manche bisschen schlauer gewesen wären, bräuchten wir den Mist jetzt nicht.
    • Quinquin 02.11.2020 16:16
      Highlight Highlight Keinem Menschen ist das Denken verboten, vielen bleibt es erspart. (Goethe) Thorsten Sie meinen sicher zur ersten Gruppe zu gehören, ich zweifle daran.

Umfrage: Städte trotz Verstößen zufrieden – Ausgangssperren wurden eingehalten

Nach teils mehreren Wochen Corona-Notbremse mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen ziehen viele deutsche Großstädte eine eher positive Bilanz: Die meisten Menschen haben sich weitgehend daran gehalten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei mehreren Stadtverwaltungen ergab. Zwar wurden manche Verstöße registriert – oft mehrere Hundert, teils mehr als 1000 –, das wird in den Kommunen aber dennoch als vergleichsweise wenig eingeordnet. Es wurden auch bei weitem nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel