Hamburg ist nicht so groß wie es gerne wäre – das hat jetzt auch ein Gericht entschieden

Und Berlin übrigens auch nicht.

Die aktuellen Einwohnerzahlen der Städte und Gemeinden sind mit verfassungsgemäßen Methoden bestimmt worden. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Mittwoch nach Klagen der Stadtstaaten Berlin und Hamburg gegen den Zensus 2011, dessen Ergebnisse eine wichtige Größe für den Finanzausgleich sind.

Der Zensus 2011 war die erste registergestützte Volkszählung in Deutschland. Dabei wurden nur zehn Prozent der Einwohner tatsächlich befragt, ansonsten griffen die Statistiker auf verschiedene Datenregister von den Einwohnermeldeämtern bis zu den Geburtenregistern zurück. Zum Stichtag 9. Mai 2011 lebten laut der Statistik offiziell rund 80,2 Millionen Menschen in Deutschland und damit rund anderthalb Millionen weniger als zuvor angenommen.

Es geht um: Money, Money, Money...

Animiertes GIF GIF abspielen

Was Hamburg und Berlin vom Bund wollen... Bild: tenor

Die im Rahmen des Zensus erhobenen Daten bilden unter anderem die Grundlage für den Länderfinanzausgleich und haben damit direkte Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Bundesländer. Berlin hatte laut der Volkszählung rund 180.000 Einwohner weniger. Statt 3,47 Millionen lebten dort plötzlich offiziell nur noch 3,29 Millionen. Hamburg verlor knapp 83.000 Einwohner. Zusammengefasst: Hamburg und Berlin bekommen seitdem weniger Geld.

(pb/dpa)

Kunst im Schaufenster: Wie Künstler im Lockdown sichtbar werden

Weiter sind Theater, Museen und Galerien geschlossen. Was bleibt, ist der Spaziergang. Wer dabei trotz Lockdown Kunst betrachten will, kann das mancherorts inzwischen in Schaufenstern tun.

Eigentlich sind sie dafür da, um Menschen zum Geldausgeben zu bewegen. Um Waren auszustellen, von denen Spaziergänger vorher vielleicht nicht mal wussten, dass sie sie brauchen. Doch Schaufenster bringen den Händlern wenig, wenn wegen der Pandemie die Läden geschlossen sind. Was also tun mit all den leeren Glaskästen?

Mancherorts haben sich Theater, Galerien und Künstler zusammengetan, um Passanten darin einmal ganz andere Dinge zu präsentieren als Konsumgut. Denn auch die Kulturorte …

Artikel lesen
Link zum Artikel