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Rentner sollte 5000 Euro Strafe zahlen – weil er Blumen im Park pflanzte

Hans-Jürgen Scholz ist 75 Jahre alt, Rentner und wohnt in Halberstadt in Sachsen-Anhalt. Vor dem dortigen Käthe-Kollwitz-Platz pflanzt er seit Jahren privat Pflanzen an – dafür sollte er 5000 Euro Geldstrafe zahlen, wie die Volksstimme berichtet.

In diesem Jahr waren es demnach 300 Stiefmütterchen, die er in einem bunten Kreis anpflanzte. Dafür bekam der Rentner eine Anzeige von der Abteilung Stadtgrün. Das Vergehen: eine Ordnungswidrigkeit.

Der Stadtjustiziar begründet das so:

"Wir mussten handeln, hier war einfach das Maß des Eingriffs in die öffentliche Fläche zu groß, um das noch tolerieren zu können."

volksstimme

Über den ersten amtlichen Brief, den er im Mai bekam, beschwerte sich der Rentner. Schließlich habe er selbst jahrelang im Stadtrat gesessen, da habe man schon einmal vorher mit ihm sprechen können. Doch die Stadt blieb hart und begründete ihr Vorgehen damit, dass für jeden die selben Regeln gelten würden – egal ob Stadtrat oder nicht.

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Inzwischen hat Hans Jürgen-Scholz einen zweiten Brief bekommen, darin hat die Stadt auf die kostenpflichtige Verwarnung verzichtet. Grund: Unbekannt.

Traurig ist Hans-Jürgen Scholz trotzdem:

"Die Anzeige hat mich tief getroffen. Ich pflege und bepflanze dieses Beet schon seit Jahren auf eigene Kosten zusammen mit vielen Helfern. Bisher wurde das nie beanstandet."

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Nun hat Stadt die Stiefmütterchen herausgerissen und mit Schnittlauch bepflanzt, berichtet die Bild. Doch der soll inzwischen verblüht sein und die Stängel hängen lassen.

(hd)

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