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dpa/watson-montage

"Vogelschiss in der Geschichte" – wie Gauland seine Äußerung zur NS-Zeit jetzt verteidigt

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat seine heftig umstrittene Äußerung zur Bedeutung des Nationalsozialismus in der deutschen Geschichte verteidigt.

Was war passiert? 

In einer Stellungnahme am Sonntagabend erklärte Gauland:

"Ich habe den Nationalsozialismus als Fliegenschiss bezeichnet. Das ist eine der verachtungsvollsten Charakterisierungen, die die deutsche Sprache kennt. Das kann niemals eine Verhöhnung der Opfer dieses verbrecherischen Systems sein"

Die Äußerung hatte breite Empörung ausgelöst

Die CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer twitterte: "50 Millionen Kriegsopfer, Holocaust und totaler Krieg für AfD und Gauland nur ein ,Vogelschiss!' So sieht die Partei hinter der bürgerlichen Maske aus."

Auch Bundespräsident Steinmeier verurteilte bei einem Festakt zum zehnjährigen Jubiläum des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin die Aussagen scharf. Wer "diesen einzigartigen Bruch mit der Zivilisation leugnet, klein redet oder relativiert,‎ der verhöhnt nicht nur die Opfer, sondern der will alte Wunden wieder‎ aufreißen und sät neuen Hass", sagte Steinmeier in seiner Rede. 

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, zeigte sich "empört" über den AfD-Politiker. "Der Holocaust, die systematische und industriell organisierte Vernichtung von über sechs Millionen Menschen, stellt ein bis dahin in der Weltgeschichte präzedenzloses Verbrechen dar", sagte Klein der "Welt".Gauland hat in der Vergangenheit bereits mehrfach durch provokative Äußerungen und fehlende Abgrenzung zum rechten Rand der AfD für Empörung gesorgt. Auf einem Treffen der AfD-Rechtsaußen-Gruppe "Der Flügel" forderte er das Recht, wieder "stolz zu sein auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen".

(pb/dpa)

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