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25.09.2018, Berlin, Deutschland - Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Foto: Ralph Brinkhaus, fordert Volker Kauder um den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion heraus. *** 25 09 2018 Berlin Germany Meeting of the CDU CSU Bundestag faction Photo Ralph Brinkhaus challenges Volker Kauder to chair the CDU CSU parliamentary group

Bild: imago stock&people

Das sagt der neue Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus zu seinem überraschenden Wahlsieg

26.09.18, 04:23 26.09.18, 06:29

Der neue Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sieht nach eigenen Worten "keinen großen Unterschied" zwischen sich und seinem Vorgänger Volker Kauder. "Deswegen ist das auch kein großes Drama", sagte er am Dienstagabend im "heute journal" des ZDF mit Blick auf Kauders Abwahl.

Brinkhaus sagte im ZDF in Hinblick auf Merkel:

"Ich habe den Willen, sie zu unterstützen, die Regierung stark zu machen."

Ralph brinkhaus

Er sehe die Kanzlerin nicht beschädigt: "Nein, überhaupt nicht." Es sei "total anständig, freundschaftlich und loyal", dass Merkel Kauder unterstützt habe.

Die Fraktion habe eine "demokratische Entscheidung" getroffen, sagte Brinkhaus im ZDF. "Ich bin da auch mit Merkel ganz fein drüber, also insofern passt das schon. Forderungen aus der Opposition, Merkel müsse nun die Vertrauensfrage stellen, wies Brinkhaus als "Blödsinn" zurück

Der neue Fraktionschef kündigte an, er wolle "offensiver" Themen besetzen als das bislang der Fall gewesen sei. "Das ganz große Thema, was wir haben, ist der Zusammenhalt in der Gesellschaft", sagte er. "Da ist in den letzten drei Jahren sehr, sehr viel kaputt gegangen. Dementsprechend müssen wir wieder in den Dialog kommen mit den Menschen, die wir als Protestwählerinnen und -wähler verloren haben."

Seine Wahl zeige den Wunsch in der Fraktion, "Abläufe und Dinge anders zu machen, zu modernisieren", sagte Brinkhaus in der ARD. Der CDU-Politiker kündigte an, es solle in der Fraktion mehr kommuniziert und diskutiert werden. Zudem wolle die Fraktion auch "Positionen formulieren, die nicht unbedingt deckungsgleich sein müssen mit denen der Regierung", an der ja auch die SPD beteiligt sei. "Da hat man als Fraktion sicherlich ein bisschen mehr Autonomie."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (L) spricht mit Volker Kauder vor einer Abstimmung waehrend der 45. Plenarsitzung des Bundestages in Berlin am 4. Juli 2018. 45. Plenarsitzung des Bundestages *** Chancellor Angela Merkel L speaks with Volker Kauder before a vote during the 45 plenary session of the Bundestag in Berlin on 4 July 2018 45 plenary session of the Bundestag

Angela Merkel und Volker Kauder  Bild: imago stock&people

Gleichzeitig kündigte Brinkhaus an, sich um eine gute Zusammenarbeit mit SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles bemühen zu wollen. Schließlich seien sie beide "davon getragen, dass diese große Koalition ein Erfolg werden soll".

(aj/dpa)

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