Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.
25.09.2018, Berlin, Deutschland - Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Foto: Ralph Brinkhaus, fordert Volker Kauder um den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion heraus. *** 25 09 2018 Berlin Germany Meeting of the CDU CSU Bundestag faction Photo Ralph Brinkhaus challenges Volker Kauder to chair the CDU CSU parliamentary group

Bild: imago stock&people

Das sagt der neue Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus zu seinem überraschenden Wahlsieg

Der neue Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sieht nach eigenen Worten "keinen großen Unterschied" zwischen sich und seinem Vorgänger Volker Kauder. "Deswegen ist das auch kein großes Drama", sagte er am Dienstagabend im "heute journal" des ZDF mit Blick auf Kauders Abwahl.

Brinkhaus sagte im ZDF in Hinblick auf Merkel:

"Ich habe den Willen, sie zu unterstützen, die Regierung stark zu machen."

Ralph brinkhaus

Er sehe die Kanzlerin nicht beschädigt: "Nein, überhaupt nicht." Es sei "total anständig, freundschaftlich und loyal", dass Merkel Kauder unterstützt habe.

Die Fraktion habe eine "demokratische Entscheidung" getroffen, sagte Brinkhaus im ZDF. "Ich bin da auch mit Merkel ganz fein drüber, also insofern passt das schon. Forderungen aus der Opposition, Merkel müsse nun die Vertrauensfrage stellen, wies Brinkhaus als "Blödsinn" zurück

Der neue Fraktionschef kündigte an, er wolle "offensiver" Themen besetzen als das bislang der Fall gewesen sei. "Das ganz große Thema, was wir haben, ist der Zusammenhalt in der Gesellschaft", sagte er. "Da ist in den letzten drei Jahren sehr, sehr viel kaputt gegangen. Dementsprechend müssen wir wieder in den Dialog kommen mit den Menschen, die wir als Protestwählerinnen und -wähler verloren haben."

Seine Wahl zeige den Wunsch in der Fraktion, "Abläufe und Dinge anders zu machen, zu modernisieren", sagte Brinkhaus in der ARD. Der CDU-Politiker kündigte an, es solle in der Fraktion mehr kommuniziert und diskutiert werden. Zudem wolle die Fraktion auch "Positionen formulieren, die nicht unbedingt deckungsgleich sein müssen mit denen der Regierung", an der ja auch die SPD beteiligt sei. "Da hat man als Fraktion sicherlich ein bisschen mehr Autonomie."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (L) spricht mit Volker Kauder vor einer Abstimmung waehrend der 45. Plenarsitzung des Bundestages in Berlin am 4. Juli 2018. 45. Plenarsitzung des Bundestages *** Chancellor Angela Merkel L speaks with Volker Kauder before a vote during the 45 plenary session of the Bundestag in Berlin on 4 July 2018 45 plenary session of the Bundestag

Angela Merkel und Volker Kauder  Bild: imago stock&people

Gleichzeitig kündigte Brinkhaus an, sich um eine gute Zusammenarbeit mit SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles bemühen zu wollen. Schließlich seien sie beide "davon getragen, dass diese große Koalition ein Erfolg werden soll".

(aj/dpa)

Der Tag – was heute noch wichtig ist:

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

So beleidigte von Storch den Sohn eines Überlebenden des Holocaust

Im Gespräch mit einem BBC-Journalisten und Sohn eines Holocaust-Überlebenden hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch den Mann als dumm bezeichnet. Sie warf ihm vor, keine Ahnung von der Geschichte der Judenverfolgung im Nationalsozialismus zu haben.

Auf Twitter wies der Journalist Sammy Khamis auf die BBC-Radio-Doku hin, in der das Interview veröffentlicht wurde.

In der Radio-Doku beschäftigt sich der Journalist Adrian Goldberg mit dem Brexit und der Frage, ob er einen deutschen Pass …

Artikel lesen
Link zum Artikel