Arthur Wagner von der AfD heißt jetzt Ahmed.

Bild: dpa-Zentralbild

AfD-Politiker konvertiert zum Islam – weil ihm das Christentum zu liberal ist

"Der Islam gehört nicht zu Deutschland." Das sagte einst der Chef der "Alternative für Deutschland" (AfD) in Brandenburg.

Doch sein Parteifreund und Vorstandsmitglied Arthur Wagner sieht das ganz anders. Er heißt jetzt Ahmad statt Arthur, denn der 48-jährige AfD-Politiker ist kürzlich zum Islam konvertiert.

Vorher war er Mitglied des Kirchenrats seiner Gemeinde. In einem Interview mit "Bild" erklärt Ahmed Wagner seinen Sinneswandel.

Aus Arthur wird Ahmed, weil:

"Ein Grund waren Veränderungen in der Kirche, die mit meinem Verständnis nicht mehr übereinstimmen: ihre Haltung zur AfD, die Ehe für alle – und die Teilnahme von Pfarrern am Christopher Street Day in Berlin, mit Kindern. Das geht doch nicht."

Aber warum tritt er nun gerade zum Islam über, der Religion, auf die sich die AfD derart eingeschossen hat?

AfD-Politiker Ahmed (früher Arthur) Wagner:

"Muslime habe ich als offene und ehrliche Menschen kennen gelernt. Im November 2015 habe ich in Russland entschieden, Muslim zu werden."

Am 29. Oktober 2017 ist er zum Islam konvertiert. In der AfD-Partei will Wagner bleiben, seine Ämter hat er inzwischen niedergelegt.

Der AfD-Kreischef Kai Berger ist kein Fan von Ahmeds neuem Glauben, er sagte der "Bild":

"Dass er jetzt Moslem ist, habe ich aus der Zeitung erfahren. Ich bin sehr enttäuscht. Viele Mitglieder erwarten, dass er aus der AfD austritt. Ausschließen kann man ihn leider nicht."

Die Betonung liegt für Berger vermutlich auf "leider". 

(amü/PB)

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