Deutschland

Bundesweite Großrazzia in 63 Wohnungen und Bordellen gegen Menschenhändler

18.04.2018, 06:4318.04.2018, 15:28

Rund 1500 Polizisten führten heute eine bundesweite Großrazzia gegen ein kriminelles Netzwerk durch, das im Menschenhandel, der illegalen Schleusung und der Zwangsprostitution tätig ist. Das bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei gegenüber watson.

Demnach kommt es gerade zur Vollstreckung von Haftbefehlen und Hausdurchsuchungen in 12 Bundesländern und 63 Bordellen und Wohnungen. Der Schwerpunkt des Polizeieinsatzes liege im Rhein-Main-Gebiet und in Nordrhein-Westfalen.

Der Polizeisprecher sagte:

"Es handelt sich um ein organisiertes Netzwerk krimineller Schleuser, gegen das wir heute vorgehen"
watson

Der Zugriff der Beamten erfolgt nach einem Jahr der Ermittlungen gegen den Menschenhändlerring.

Es handele sich dabei um eine deutsch-thailändische Gruppe, die gezielt Frauen und Transsexuelle mit falschen Schengen-Visa auf den deutschen Markt schleuse.

Die Hauptverdächtigen sind eine 59-jährige und ihr 62-jähriger Lebensgefährte, meldet die dpa. Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt richten sich insgesamt gegen 56 Beschuldigte – 41 davon Frauen, 15 Männer.

Im Fokus der Kriminellen standen bevorzugt thailändische Transsexuelle, die mit hohen Verdienstmöglichkeiten als Prostituierte nach Deutschland gelockt worden seien.

Weiter sagte der Sprecher:

"In Deutschland angekommen, wurden die Opfer nach dem Rotationsprinzip in den Bordellen der Gruppe eingesetzt"
watson

Die Einnahmen sollen von der Hauptbeschuldigten vollständig einbehalten worden sein - zur Begleichung der angeblichen Schleusungskosten von bis zu 36.000 Euro, für Miete und Verpflegung.

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"Armut grenzt aus", das ist die grundlegende Erkenntnis des Verteilungsberichtes des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung. Der Bericht wurde am Donnerstag bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Ziel der Untersuchung: Herausfinden, wie sich Einkommensarmut auf die gesellschaftliche Teilhabe Betroffener auswirkt. Spoiler: nicht gut.

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