Deutschland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Großrazzia mit 800 Beamten im Schleuser- und Reichsbürger-Milieu

08.05.18, 07:39 08.05.18, 08:01

Mit 800 Beamten hat die Bundespolizei am Montagabend und am frühen Dienstagmorgen einem Medienbericht zufolge in mehr als einem dutzend Orten in Nord- und Mitteldeutschland Wohnungen und Büros durchsucht.

Die Durchsuchungen stehen laut "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR im Zusammenhang mit dem Verdacht, acht Verdächtige sollen mehrere hundert Moldauer mit gefälschten rumänischen Pässen nach Deutschland geschleust und sie dort im Sicherheitsgewerbe illegal beschäftigt haben.

Der koordinierte Einsatz begann dem Bericht zufolge am Montag gegen 18.30 Uhr. Die Polizisten, darunter auch verschiedene Spezialeinheiten, durchsuchten demnach Räumlichkeiten im Großraum Hamburg, zwei in Bremen sowie in Sachsen-Anhalt.

Ermittlungen seit dem Sommer

Seit vergangenem Sommer hatten Bundespolizei und Zoll demnach gemeinsam gegen besagtes Netzwerk ermittelt, zu dem auch eine aus Österreich stammende Familie gehören soll. Diese betreibe eine Sicherheitsfirma, in der die geschleusten Moldauer beschäftigt gewesen seien und die sie an verschiedene Auftraggeber verliehen hätten. Seit vergangenem Oktober habe die Staatsanwaltschaft Lüneburg in dem Fall ermittelt.

Besonders von den Durchsuchungen in Arendsee in Sachsen-Anhalt erhoffen sich die Ermittler neue Erkenntnisse, heißt es in dem Bericht weiter. Dort wohne und arbeite die Buchhalterin der Sicherheitsfirma, in der die geschleusten Migranten arbeiteten. Die Buchhalterin sei zugleich Vorsteherin der selbsternannten "Samtgemeinde Alte Marck" - einer Gemeinschaft, die im Altmarkkreis Salzwedel und im Landkreis Stendal residiere und die Bundesrepublik Deutschland als "Scheinstaat" ablehne.

Die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern stufen 18.000 Menschen als Anhänger der sogenannten Reichsbürgerbewegung ein. Etwa 950 davon werden von den Behörden als rechtsextrem eingeschätzt.

(pb/afp/dpa)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Mutmaßlicher Mörder der 14-jährigen Susanna ist in Deutschland gelandet

Der mutmaßliche Mörder der 14-jährigen Susanna ist nach Deutschland überstellt worden. Ein Airbus der Lufthansa brachte Ali B. am Abend aus dem irakischen Erbil nach Frankfurt. Begleitet wurde der dringend tatverdächtige 20-jährige vom Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, sowie Beamten einer Spezialeinheit.

Die erste Vernehmung sei noch für die Nacht geplant, am Sonntag werde er dann dem Haftrichter vorgeführt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag. Dann werde ihm der Haftbefehl …

Artikel lesen