Einsatzwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht bei einem Einsatz in der Innenstadt Frankfurt, Hessen, Deutschland *** Police car with blue light on during a deployment in the city center of Frankfurt Hesse Germany

Im Fall der rechtsextremen Drohmails des "NSU 2.0" hat es zwei vorläufige Festnahmen gegeben. Bild: imago stock&people / Ralph Peters

NSU 2.0: Zwei vorläufige Festnahmen

Im Fall der rechtsextremen "NSU 2.0"-Drohmails hat es offenbar zwei vorläufige Festnahmen gegeben. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise. Der Tatverdacht richte sich gegen einen 63 Jahre alten ehemaligen bayerischen Polizisten und dessen 55 Jahre alte Ehefrau, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Montag mit. Beide seien am Freitag vorläufig festgenommen worden, mittlerweile aber wieder frei.

Demnach ging die Staatsanwaltschaft zusammen mit Kräften des hessischen Landeskriminalamts und der bayerischen Polizei am vergangenen Freitag in Landshut gegen das Ehepaar vor. Der ehemalige Polizist sei bereits früher wegen rechtsmotivierter Straftaten aufgefallen.

Ziel der Drohmails meist Frauen

Die beiden sollen hinter den E-Mails mit beleidigenden, volksverhetzenden und bedrohenden Inhalten stecken, die an Bundestagsabgeordnete und andere Adressaten verschickt wurden. Da keine Voraussetzungen für einen Haftbefehl vorlägen, seien die beiden Tatverdächtigen wieder freigelassen worden. Die Auswertung der bei der Durchsuchung beschlagnahmten Datenträger sowie die weiteren Ermittlungen dauerten noch an.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass bis dahin 69 "NSU 2.0"-Schreiben bekannt gewesen seien. Empfänger waren demnach unterschiedliche Personen des öffentlichen Lebens, die meisten von ihnen Frauen.

Zuvor sollen teilweise auch Daten von Opfern von hessischen Polizeicomputern abgerufen worden sein. Das Kürzel "NSU 2.0" erinnert an die Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).

(pcl/AFP)

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